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Der DiabloIII StoryContest - Die Sieger
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Szene -> Events -> Der DiabloIII StoryContest - Die Sieger
Vorwort
Platz 1: Pulverdampf (Von ^EK^Demandreth)
Platz 2: Doomed Dark Years (Von girl_x)
Platz 3: Des Engels Wille / Eballa, das graue Schwert (Von Nikola Ferencak)
Platz 4: Von Drachen und anderen Dmonen (Von Pitty)
Platz 5: Abenteuer eines Druiden: Firemourne (Von NinjaPinguin)
Aufgabenstellung
Es ist soweit...
... die glücklichen Sieger unseres Story-Contests stehen fest. Es war ein hartes Stück Arbeit aber wir haben es geschafft (nicht so schnell wie wir zunächst gedacht hatten, aber trotz allem: Wir haben es geschafft). Eine beeindruckende Mailflut hat uns aus der Community erreicht und man darf behaupten, dass jeder Autor stolz sein kann, dass er den Mut hatte, sich diesem Wettbewerb zu stellen! Grosses Lob an alle! Ihr habt uns echt positiv überrascht! *Daumenhoch*
Aus über 50 Einsendungen galt es auszusieben, was nicht den Regel entsprach (viele Beiträge waren einfach zu lang, teilweise weit über 25000 Anschläge ohne Leerzeichen, - wobei man anmerken muss, dass wir manchmal bis zu einem gewissen Grad Gnade vor Recht ergehen lieen, sofern nicht zu stark überzogen wurde), aus den verbleibenden Einsendungen wählte dann unsere Jury aus Szene- und Fun - Staffies die fünf besten Geschichten. Viele Beiträge waren stilistisch und von den Ideen her sehr gut und demnach eine Freude zu lesen... bei anderen häuften sich Rechtschreibfehler und Grammatikschnitzer, oder sie waren vom Anspruch her zwischen Teletubbies und Kaugummikauen angesiedelt. Manchmal gabs nur müde Durchschnittsware und dann folgte wieder ein Kreativitätskracher der Marke: "Was muss man konsumiert haben um auf solche irren Ideen zu kommen?!"
Hier nun die Besten der Besten der Besten (aus unserer, - ach so menschlichen Sicht *g*)... Wer an unserer Entscheidung im Nachhinein rummäkeln möchte, dem sei gesagt, dass wir es uns wahrhaftig nicht einfach gemacht haben. Jede Story erhielt von den Jurymitgliedern eins bis zehn Punkte (Was addiert dann die Gesamtpunktzahl für den Beitrag und damit seine Platzierung ergab), sowie ein kurzes Statement (welches den Teilnehmern später ein Feedback liefern soll).
Nachdem wir die Gewinner veröffentlicht haben, werden wir später auch einige der besseren Storys online stellen, bevor wir das tun, schreiben wir aber zur Sicherheit nochmals die Autoren an. Schaun mer mal, wie es so schön heisst...
Nun möchten wir euch aber nimmer auf die Folter spannen (Geduld habt ihr nämlich schon genug bewiesen *g*)...
Viel Spass beim Lesen!
Euer Szene- und Fun - Staff!
PS: Bisweilen musste ich das Layout anpassen, falls sich jemand über Absätze usw. wundert. Wenn was nicht stimmt, ists meine Schuld...
Gru, Faenwolf ;-)
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Platz 1: Pulverdampf
Die Luft im Schankraum der Taverne "Zakarums Licht" war geschwngert von Pfeifenrauch und Bratenduft. Mit grimmigem Lcheln lie Dorkas seinen Blick durch die Runde schweifen.
Die anwesenden Gste sahen nicht gerade aus, als wandelten sie im Licht Zakarums. Dorkas erschienen sie vielmehr als eine Ansammlung von Halsabschneidern. Der Bulle von einem Wirt schleifte gerade einen hoffnungslos betrunkenen Bewaffneten zur Tr und stie ihn unsanft auf die Strae. Dorkas Blick wanderte von dem leeren Krug auf seinem Tisch zum Wirt, der zurck zum Tresen stapfte.
"He da, Meister!"
Der Wirt wandte sich um und blickte ihn grimmig an. Dorkas lchelte breit und deutete auf den Krug.
"Wollt Ihr mich verdursten lassen?"
"Noch einen Krug von meinem Roten?"
"Freilich, einen solchen Tropfen findet man bei uns im Sden nur selten."
Das Kompliment schien dem Mann zu schmeicheln, denn er kehrte nicht nur kurz darauf mit einem gefllten Krug zurck, sondern setzte sich zu Dorkas an den Tisch.
"Ihr seid ein Sldner, oder?"
"Braucht Ihr meine Dienste?"
Der Wirt lachte rau und hielt Dorkas seine zur Faust geballte Pranke vors Gesicht.
"Nein, nein, um meine Kundschaft in Zaum zu halten, reichen die hier vllig aus. Ich hoffte, Ihr knntet mir erzhlen, was in der Welt vorgeht. Hier im Nordwesten von Khanduras verbreiten sich Neuigkeiten nur schleppend."
Dorkas lchelte.
"Fllt mir einen Schlauch mit diesem vorzglichen Wein und gebt mir einen dieser Rucherschinken mit, die ber Eurem Tresen hngen, wenn ich euch verlasse, und ich erzhle Euch alles, was ihr wollt."
"Habt Ihr etwas zu erzhlen, so will ich Euch gerne mit Speis und Trank dafr entlohnen."
"Nun gut. Viel gibt es zu erzhlen und die Welt erfhrt Vernderungen, die mich in diese unwirtliche Gegend fhren."
"So?" Besorgt runzelte der Wirt die Stirn. "Seid Ihr als Kundschafter fr eins der Nachbarknigreiche unterwegs? Haben's wohl wieder auf unser Silber abgesehen."
"Nein, nein. Ihr knnt beruhigt sein. Die Westmark ist schon seit langem in so viele Provinzen zersplittert, die sich untereinander bekriegen, dass keine Armee von dort aus ber die Gebirge marschieren wird."
"Dann muss es dort fr einen Mann wie Euch gutes Geld zu verdienen geben."
"Ja, durchaus, so war es."
"War? Sprecht, Mann, was hat Euch vertrieben?"
"Ihr habt von der Vernichtung des Weltensteins gehrt?"
Ein lautes Lachen war die Antwort.
"Natrlich. Schon vor Jahren erzhlten mir Hndler diese Mrchen. Zu dieser Zeit trieben hier noch Bergtrolle ihr Unwesen."
"Es sind keine Mrchen."
"Ach hrt doch auf zu scherzen. Gleich erzhlt Ihr mir noch, die Drei seien zurckgekehrt und die Engel stiegen auf gldenen Leitern vom Himmel herab."
"Die Drei sind vernichtet, fr immer doch ob Ihr's mir glaubt oder nicht, im Auftrag eines Engels bin ich hier."
Der Wirt starrte Dorkas fr einen Augenblick verdutzt an. Die ernste Miene, mit der sein Gast ihm die unglaubliche Geschichte auftischte, irritierte ihn. Dann brach er in schallendes Gelchter aus.
"Ihr seid ein Spavogel, Sdlnder."
"Wenn Ihr es sagt. Ich wei, was ich gesehen habe. Das Bse ist in unsere Welt zurckgekehrt und die Gesandten Tyraels stellen sich ihm gegenber."
Liebevoll ttschelte Dorkas die Donnerbchse, die neben ihm an einem Stuhl lehnte.
"Ihr seht, ich bin ein Mann des Fortschritts und ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe. Die Vernichtung des Weltensteins hat die Magie aus unserer Welt vertrieben, doch nun kehrt sie zurck."
"Ihr solltet Geschichtenerzhler werden, Ihr habt Talent. Doch erzhlt mir mehr! Fr diese vortreffliche Unterhaltung will ich Euch gleichwohl entlohnen."
"In der Westmark sammeln sich die Engelskrieger zu einer Armee. Hier in den Bergen Khanduras sind Kreaturen erwacht, die onen geschlafen haben. Sie existierten schon, bevor die Drei in der Hlle die Macht an sich rissen und nun sind sie geweckt worden.
Sie sind nur ein Teil des Bsen, das seine Klauen nach unserer Welt ausstreckt, doch Roderick, der Fhrer der Armee Tyraels, sagte, sie mssten vernichtet werden."
Mittlerweile hatten sich einige Zuhrer um den Tisch geschart, an dem Dorkas und der Wirt saen. Anscheinend fanden sie Gefallen an den fantastischen Erzhlungen des Fremden. Dorkas jedoch gefiel die Aufmerksamkeit nicht sonderlich. Sie konnte seine Mission gefhrden und er durfte um keinen Preis versagen.
"Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht bel, dass ich weiterziehen muss. Knnt Ihr mir sagen, wie ich zum alten Silberbergwerk gelange?"
"Ihr wollt uns schon verlassen? Ich bitte Euch, bleibt doch noch ein Weilchen und erzhlt Eure Geschichten."
"Es tut mir leid, doch habe ich schon zu lange hier verweilt."
"Nun gut, ich will Euch den versprochenen Proviant zusammenpacken. Folgt mir an den Tresen und ich werde Euch auch eine Karte der Gegend zeigen, auf dass Ihr schnell und sicher Euer Ziel erreichen werdet."
Gegen Mittag war der erste Schnee gefallen. Dorkas hatte gehofft, er wrde die Mine erreichen, bevor sich das Wetter ernstlich verschlechterte, doch die Natur schien ihm nicht wohl gesonnen.
Er kmpfte schon seit Stunden gegen den heftigen Wind und mittlerweile stapfte er schon durch eine dicke Schneedecke, die ihm bis zu den Knien reichte. Dorkas verfluchte seine Leichtsinnigkeit. Es htte ihm klar sein mssen, dass in diesen Hhen mit Schneestrmen zu rechnen war.
Es blieb nur zu hoffen, dass er in dem weien Chaos nicht vom Weg abkam. Es wre fatal, wenn es ihm bis zum Eintreffen der Engelskrieger am nchsten Tage nicht gelnge, die magische Barriere zu ffnen, die den Berggipfel umhllte.
Fr Sterbliche und Dmonen stellte sie keine Gefahr dar, doch die Wesen, in deren Diensten Dorkas stand, gehrten keiner der beiden Welten mehr an. Fr sie wrde die Barriere ein unberwindliches Hindernis darstellen.
Dorkas hielt einen Moment lang inne, um Atem zu schpfen. Er beobachtete, wie die Luft, die seinen gepeinigten Lungen entwich, in Form kleiner Dampfwlkchen aufstieg. In dieser Klte wrden seine Waffen bald hoffnungslos eingefroren sein. Er musste sich beeilen.
Dorkas sa auf einem Felsbrocken im Eingangsbereich der Mine und prfte seine Ausrstung. Sein Marschgepck hatte er abgelegt und wrde es versteckt hinter einem greren Felsbrocken zurcklassen, so dass er beweglicher war.
Sorgfltig prfte er den Sitz seines Lederharnischs. An seinem Grtel hing ein ganzes Arsenal von Beuteln und Flschchen und der ausladende schwarze Mantel lastete mit dem beruhigenden Gewicht seines tdlichen Inhalts auf Dorkas Schultern. Er war bereit.
Im flackernden Licht der ruenden Fackeln, die in unregelmigen Abstnden in die Wand eingelassen waren, warf er einen letzten Blick auf die Karte, die Roderick ihm ausgehndigt hatte. Dann schulterte er seine Bchse und machte sich auf den Weg ins Innere des Bergwerks.
Roderick hatte ihn am Abend vor seiner Abreise noch einmal ausdrcklich vor den Bewohnern der verlassenen Mine gewarnt. Die magische Barriere bezog ihre Krfte aus einem unheiligen Altar, den ein Nekromant tief im Herzen des Berges zu Ehren Belials, dem Herrn der Snde, errichtet hatte. Es war zu erwarten, dass Dorkas die Quelle der dunklen Energien nicht kampflos wrde vernichten knnen.
Dorkas grinste zuversichtlich. Sollten die Untoten nur kommen. War er zwar fr gewhnlich auf Gegner aus Fleisch und Blut eingestellt, so wusste er sich doch auch gegen etwas exotischere Widersacher zu behaupten.
Die abschssigen Stollen des verlassenen Bergwerks fhrten Dorkas immer tiefer in den Berg hinein und langsam aber kontinuierlich stieg die Temperatur. Immer fter verzweigten sich die Gnge und Dorkas musste die Karte zu Hilfe nehmen. Schlielich trat er durch einen besonders niedrigen Stollen in einen Teil des unterirdischen Gangnetzes, der lter zu sein schien als der Rest der Mine.
Ein Gewlbe gigantischen Ausmaes erstreckte sich vor ihm und es schien ihm, als sei er aus der Mine direkt in eine der Kathedralen seiner Heimat getreten. Die Wnde waren glatt geschliffen und hatten nichts mit den roh in den Felsen gehauenen Gngen des Bergwerks gemein. An den Wnden und an steinernen Pfeilern befestigte Fackeln sowie rot glhende Kohlebecken erhellten den Raum nur sprlich und wenn Dorkas den Kopf in den Nacken legte, so konnte er nur die Pfeiler ausmachen, die sich irgendwo hoch ber ihm in der Dunkelheit verloren.
Beeindruckt schritt er den breiten Gang entlang, der von etlichen dicken Pfeilern und kleineren Sulen gotischer Architektur gesumt war. Unglaublich, was die Diener Belials unter diesem Berg erschaffen hatten.
Ein Gerusch trippelnder nackter Fe lie Dorkas herumfahren. Nichts. Der Gang hinter ihm war leer. Im Augenwinkel beobachtete er eine schattenhafte Bewegung zwischen den Sulen. Er riss die Bchse von seiner Schulter und legte an, doch abermals lag der Gang still und ruhig vor ihm, ohne dass sich etwas regte. Dorkas schttelte den Kopf. Es war wohl nur ein Produkt seiner berreizten Fantasie.
Er wollte seinen ursprnglichen Weg fortsetzen und drehte sich um. Keine zwei Meter vor ihm stand ein Skelett, eine rostige Axt zum Schlag erhoben. Dorkas wich schreiend einen Schritt zurck und riss gleichzeitig den Abzug seiner Bchse durch.
Die Wirkung war verheerend. Der Oberkrper des Skelettkriegers zerbarst in hunderte von Knochensplittern und die Beine knickten ein. Das Echo des Schusses hallte noch durch das Gewlbe, als die letzten Splitter des Knochenregens niedergingen.
Der Skelettkrieger war nur der erste eines ganzen Duzend gewesen, das sich Dorkas langsam nherte. Mit fliegenden Fingern lud er seine Bchse nach. Er gratulierte sich in Gedanken zu dem Einfall, den Lauf der Bchse zu verndern und sie mit vielen kleinen Stahlkugeln zu laden. Eine einzige Kugel htte diesen Geschpfen wohlmglich nicht viel geschadet.
Ein zweites Mal hob Dorkas seine Waffe. "Fresst Blei, ihr Ausgeburten der Hlle!" Der Schuss krachte durch den Gang und fr einen kurzen Moment nahm der Pulverdampf Dorkas die Sicht. Zwei der Skelettkrieger hatte er ausgeschaltet und zwei weitere waren gestrzt. Es waren jedoch immer noch zu viele brig.
Dorkas lie die Bchse fallen und griff an seinen Grtel. Aus einer Schlaufe zog er ein kleines Flschchen heraus, aus dessen schmalen Hals eine Zndschnur ragte. Er zog die Schnur an einer angerauten Stelle seines Grtels vorbei, worauf sie Feuer fing, und schleuderte das Flschchen seinen Angreifern entgegen.
Der Donner war ohrenbetubend, als die Skelettkrieger in einem Feuerball vergingen. Dorkas wurde von der Druckwelle von den Fen gerissen. Schtzend hielt er die Hnde ber den Kopf, als die Trmmer auf ihn niederprasselten.
"Zu schade, dass das meine letzte war. Ich muss daran denken, nchstes Mal mehr davon mitzunehmen."
Mhsam rappelte er sich auf. Es sah so aus, als wollte der Nekromant ihm erbitterten Widerstand leisten. Etwas anderes hatte Dorkas nicht erwartet.
Da war wieder dieses Gerusch. Trippelnde Fe und das Scharren von kleinen, scharfen Krallen auf Stein. Suchend schweifte sein Blick durch das Gewlbe. Dann sah er sie. Sie sprangen von Sule zu Sule oder huschten geschickt durch die Seitengnge. Kleine, schwarze Kreaturen, die mit messerscharfen Klauen ausgestattet waren. Kriecher. Er war ihnen schon in der Westmark begegnet, an jenem Tag, an dem das ganze bel begonnen hatte.
Schrill kreischend sammelten sich die Kreaturen nun vor ihm zum Angriff. ber zwanzig von Ihnen scharten sich um ein besonders krftiges Exemplar ihrer Gattung. Die Bchse lag einige Meter von ihm entfernt auf dem Boden und es war sowieso unmglich, schnell genug nachzuladen.
Die Kriecher strmten los. Jetzt durfte er keinen Fehler machen. Dorkas schlug seinen Mantel zurck. Im Innenfutteral waren auf jeder Seite drei Reihen von je fnf Schlaufen eingenht, in denen kleine silberne Gegenstnde aufblitzten. Mit routinierten Bewegungen griff Dorkas mit beiden Hnden zu und kurz darauf brllten die ersten beiden Waffen in seinen Hnden auf. Zwei der Kriecher vielen getroffen zu Boden.
Achtlos lie Dorkas die Waffen fallen und griff nach den nchsten beiden. Er hatte sich diese Miniaturwaffen anfertigen lassen, um ihm Notfall nicht nachladen zu mssen. Nie hatte er geglaubt, dass er sie einmal wirklich alle wrde einsetzen mssen.
Schuss um Schuss gab er in Richtung der angreifenden Kreaturen ab und bald war er in eine undurchdringliche Wolke von Pulverdampf gehllt. Er hustete und schlielich polterten die letzten beiden Waffen zu Boden.
Langsam klrte sich seine Sicht wieder und sein Herz machte einen freudigen Sprung. Der Gang vor ihm war von toten Kriechern bersht. Er hatte es geschafft.
In diesem Moment hrte er ein wtendes Fauchen, und durch die weien Schwaden schoss etwas Schwarzes auf ihn zu. Er duckte sich im letzten Augenblick und der Anfhrer der Kriecher segelte haarscharf ber ihn hinweg.
"Verdammte Viecher!"
Mit leeren Hnden stand Dorkas vor dem Kriecher, der herumwirbelte und sich wieder zum Sprung spannte. Als der Kriecher sich vom Boden abstie, lie sich Dorkas auf den Rcken fallen und trat nach dem Hals des Biests. Kurz bevor sein Stiefel die Haut der Kreatur berhrte, verdrehte Dorkas den Fu in einer eingebten Bewegung, und eine Klinge schoss aus seiner Stiefelspitze hervor. Der messerscharfe Stahl schnitt durch die Kehle des Monsters wie durch Butter.
Lauthals fluchend arbeitete sich Dorkas unter dem Krper des Kriechers hervor. Ihm lief die Zeit davon. Die beiden Konfrontationen hatten ihn schon viel zu lange aufgehalten. Er hastete den Gang entlang, dem anderen Ende des Gewlbes entgegen, und rief sich dabei in Erinnerung, was Roderick ihm ber die Zerstrung des Altars erzhlt hatte.
Unangefochten erreichte er sein Ziel. Der Sulengang ffnete sich in eine Hhle noch greren Ausmaes, die allerdings natrlichen Ursprungs zu sein schien. Ein schmaler Steg fhrte zu einem steinernen Pfeiler, auf dessen Spitze Dorkas den Altar ersphte.
Mit schnellen Schritten bewegte er sich auf den Altar zu, lie seinen Blick dabei jedoch aufmerksam durch die Sulenhalle schweifen. Er sah und hrte nichts. Es schien, als seien dies alle Wchter gewesen, die der Nekromant vor seinem Allerheiligsten postiert hatte.
Vorsichtig berquerte Dorkas den Steg und kniete neben dem Altar nieder. Angewidert verzog er das Gesicht, als er der Spuren getrockneten Blutes gewahr wurde, die als Andenken vergangener Aktivitten des Belialkultes erhalten geblieben waren.
Dies wrde jetzt ein fr alle Mal ein Ende haben. Mit fliegenden Fingern machte sich Dorkas an die Arbeit. Er entnahm seinem Grtel mehrere eng zusammengeschnrte Bndel und platzierte sie nach einem bestimmten Muster am Altar und der Plattform, genau so, wie Roderick es ihm auf einem Stck Pergament aufgezeichnet hatte. Er betrachtete noch einmal prfend den Plan und verglich ihn mit seiner Arbeit, dann nickte er zufrieden und griff nach einem Sckchen, das ebenfalls an seinem Grtel hing.
Sorgfltig legte er mit dem Pulver eine Spur, die die einzelnen Bndel miteinander verband und ber den Steg von der Plattform herunter fhrte. Gerade hatte er die Mitte des Stegs erreicht, als der Boden unter seinen Fen erzitterte. Zunchst war es nur eine leichte Erschtterung, doch dann nahm sie immer mehr an Strke zu.
Alarmiert sah sich Dorkas nach allen Seiten um, doch nirgends war die Quelle des Phnomens auszumachen. Hastig bemhte er sich, seine Vorbereitungen zu beenden. Meter um Meter bewegte er sich auf den festen Boden zu. Er warf einen Blick zurck ber die Schulter und sah, wie sich eine riesige Kreatur auf die Plattform schwang. Sie musste an dem Pfeiler empor geklettert sein.
Eine Donnerstimme lie Dorkas zusammen zucken. "Dein Weg endet hier, Sterblicher."
Das Wesen fixierte ihn aus schmalen, boshaft glitzernden roten Augen. Es war beinahe dreimal so gro wie Dorkas und sicherlich um vieles schwerer als er. Unter seiner blaugrauen Schuppenhaut spannten sich starke Muskeln und die klauenbewehrten Hnde ffneten und schlossen sich in gieriger Vorfreude. Zerfledderte Flgel wuchsen aus dem Rcken der Kreatur und ihr Gesicht hatte reptilienhafte Zge, doch trotz ihres Aussehens schien sie auf unerklrliche Art doch etwas Menschliches an sich zu haben.
"Du hast meine Diener vernichtet, doch an mir wirst du scheitern, Mensch."
Die Kreatur spuckte das letzte Wort voller Verachtung aus. Nun dmmerte es Dorkas der Nekromant
"Wieso sagst du nichts, Menschlein? Deine letzte Stunde hat geschlagen. Willst du nicht versuchen, deinen Tod hinauszuzgern? Es ist lange her, dass ich die Krfte, die mein Meister Belial mit verliehen hat, zur Jagd auskosten durfte"
Dorkas Gedanken rasten. Er war waffenlos und der Abstand zum Altar war viel zu gering um andererseits wrde er in einem Kampf gegen diese Kreatur keine Minute lang bestehen knnen.
Der Nekromant schien ungeduldig zu werden.
"Mach den Mund auf, Abschaum! Du wagst es, mich anzugreifen, meine Ruhe zu stren. Ich will dich leiden sehen!"
Dorkas traf eine Entscheidung. Er lchelte schief und schloss die Hand um zwei Feuersteine. Langsam und bedchtig beugte er sich zu dem Ende der weien Linie herab, die zum Altar fhrte.
"Gr deinen Meister Belial von mir!"
Die Feuersteine trafen aufeinander und Funken sprhten auf das Pulver. Das zischende Gerusch der weiblauen Flamme, die entlang der Pulverspur ber den Steg schoss, mischte sich mit dem irren Lachen des Nekromanten. Dann lschte ein blendend heller Blitz Dorkas Bewusstsein aus.
Der Wirt von "Zakarums Licht" pfiff ein Trinkliedchen vor sich hin, als er das Geschirr vom letzten Abend wusch. Es war sehr spt geworden, hatten einige der Gste doch noch lange zusammen gesessen und ber die Erzhlungen des Fremdlnders diskutiert. Gut fr's Geschft
Lrm drang von drauen in die Kche und veranlasste den Wirt, nach dem Rechten zu sehen. In einer Hand eine Brste, in der anderen einen tnernen Krug, trat er vor die Tr und sah die Menschen auf der Strae schreiend in die Huser eilen oder aufgeregt nach oben deuten.
Der Blick des Wirts folgte den ausgestreckten Armen. Der Krug rutschte aus seiner Hand und zerbarst auf dem Kopfsteinpflaster der Strae. Der Himmel ber dem Dorf war erfllt von golden schimmernden Wesen, die gleich einer Schar Zugvgel den Berggipfeln entgegen strebten.
Zur gleichen Zeit sa Dorkas am Eingang der Mine und zog gensslich an seiner Pfeife. Er war nur knapp mit dem Leben davon gekommen, doch er hatte seine Aufgabe erfllt.
Bald wrde er sich wieder mit den Engelskriegern treffen und seine Bezahlung erhalten. Er sprte, dass noch weitere Auftrge folgen wrden, dass seine Reise gerade erst begonnen hatte. Ein vergngtes Lcheln spielte um seinen Mund. Sollten sie ihm nur den Weg weisen - er wrde gehen.
ENDE
Von ^EK^Demandreth
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Platz 2: Doomed Dark Years
Kinthia wachte durch das Holpern des Wagens auf, der mit hoher Geschwindigkeit durch die Wlder Khanduras preschte. Der Regen hatte fr kurze Zeit ausgesetzt, Wasser tropfte von den zahlreichen, dicht aneinander stehenden Bumen, die auch bei Sonnenschein dafr sorgten, dass nur wenig Licht in den Wald vordrang. Benommen vom Schlaf starrte sie kurze Zeit an die Decke des Wagens, bevor sie sich umdrehte um nach dem Kutscher zu sehen. Es war nicht einfach gewesen einen Begleiter fr die Reise zu finden, in Harrogath hatte sie Glck gehabt: Ein Sldner, zu alt zum Kmpfen und zu jung zum Sterben, hatte sich bereit erklrt sie fr einen grozgigen Lohn zu begleiten, natrlich musste sie ihn im voraus bezahlen, er glaubte nicht, dass er lebend zurckkehren wird. Die Welt war voller Gefahren, eine Falle fr jedes Geschpf, das sich alleine in die dsteren Wlder wagte. Kinthia hatte wie jeder Mensch darauf gehofft, dass sich die Welt wieder beruhigt und Frieden einkehrt, jetzt wo die Groen Drei besiegt sind. Inzwischen war zwar klar, dass selbst die Zerstrung des Weltensteins keine Dmonen daran hindern konnte auf die Erde zu gelangen, aber es gab seit der groen Schlacht keine Vorflle mehr. Die Dmonen waren entweder stark geschwcht oder bereiteten sich auf einen noch greren Kampf vor.
Vor sechs Jahren war sie es, die Baal den entscheidenden Sto in die Brust versetze. Nur mit Schmerz erinnerte sie sich an den groen Kampf zurck, sie hatte sehr viele Dinge gesehen, die nicht fr das Auge Sterblicher bestimmt waren. Sie musste mit ansehen wie viele ihrer Begleiter einen bestialischen Tod fanden, wie Horden von Dmonen sich auf Leichen strzten und sie auseinanderrissen, grausam verstmmelten oder sogar fraen, wie ganze Familien ausgelscht wurden. Kinthia gehrte zu den Anhngern des Viz-Jaq'taar Ordens, auch Assassinen genannt. Ihr Orden schickte sie damals in den Kampf gegen Diablo, Mephisto und Baal, weil Kinthia eine eiskalte Kmpferin war, die Gefhlen kaum Aufmerksamkeit schenkte. Doch inzwischen war sie sich nicht mehr sicher ob sie immer noch so gefhlskalt war, denn immer fter drngten sich die Bilder vergangener Kmpfe in ihre Trume.
"Taric, wie lange werden wir noch bis zu den Jgerinnen des verborgenen Auges brauchen?"
Der Sldner lie die Peitsche knallen um die Pferde noch schnellere voran zu treiben, langsam begann es zu dmmern, Schwei lief den Pferden unter dem Kutschgeschirr heraus und in der khlen Herbstluft konnte man den heien Atem der schwarzen Pferde sehen. Taric drehte dich zu Kinthia um, die Kapuze seines Umhangs war ihm in das mit den Narben zahlreicher Schlachten gekennzeichnete Gesicht gerutscht. "Lady, ich denke wir werden es nicht mehr vor Einbruch der Nacht schaffen."
Lady, diese Bezeichnung hatte Taric zwar nett gewhlt, aber Kinthia wird nicht gerne als Lady oder Dame bezeichnet, sie ist eine Kmpferin.
Nun wird sie in das Lager der Jgerinnen zurckkehren, an diesem Ort begann damals die Jagd auf Diablo. Die Jgerinnen hatten vor wenigen Tagen einen Hilferuf geschickt. Es war ein verzweifelter Hilferuf. Sie berichteten, dass Plnderer der Westmarch ber das Land herfallen, morden und vergewaltigen. Die dmonischen Mchte sind aus der Welt der Sterblichen verbannt, doch das Bse kommt nicht zur Ruhe, es hat Besitz von den Seelen der schwachen und naiven ergriffen. Das sinnlose Blutvergieen nimmt kein Ende, es nimmt nur andere Formen an, in diesem Fall eine sehr grausame. Kinthia wurde von ihrem Dorf losgeschickte um herauszufinden was im Westen vor sich geht und wenn es so ist wie die Jgerin berichtete, dann besteht Kinthias Aufgabe nun darin die Plnderer zu stellen und die Beute zurck zu holen.
Inzwischen war es dunkel geworden, Taric hatte eine llampe angezndet, die an der Kutsche hin und her schwang. Kinthia merkte wie nicht nur Taric nervs wurde, auch die Pferde begannen bei fast jedem Rascheln beinah einen Sprung zur Seite zu machen, um sie und sich selbst zu beruhigen sang er leise vor sich her.
"Darf man Euch lauschen?", fragte Kinthia mit einer Vorsicht, die man sonst nicht von ihr kannte.
"Man darf. Es sind Lieder aus meiner Heimat. Wisst Ihr, frher sangen wir Lieder ber unsere Helden, ber Kmpfe und ber unsere Siege. Heute singen wir Klagelieder ber unsere Toten und ber das Unheil, das ber uns kam. Einst waren wir stark, beinah unbesiegbar. Der Kampf um den Arreat, die Belagerung Harrogaths, die Krankheiten, die uns seit der groen Schlacht heimsuchen. Unser Volk braucht Kmpfer, sonst werden nur die Ruinen unserer Drfer in einigen Jahren noch an uns erinnern."
"Wir mssten das Dorf gleich erreichen.", versuchte Taric abzulenken. ber den Kronen der Bume waren Flammen zu sehen, als wenn das ganze Dorf in Flammen stnde, es waren jedoch keine Schreie zu hren, die Stille der Nacht wurde nur durch das leise Knistern der Flammen durchbrochen.
"Taric, was geht im Dorf vor? Wenn es wirklich in Flammen steht mssen wir damit rechnen, dass es berfallen wurde und die Plnderer noch nicht weit sind, bereitet Euch auf einen Kampf vor."
Kinthia war sichtlich beunruhigt. Sie kletterte zurck ins Wageninnere um ihre Rstung zu holen. In der schweren Eichenholztruhe befand sich alles was sie zum kmpfen brauchte. Geistig abwesend legte sie sich ihre dunkle Rstung an, das Gewicht des Krasspanzerhemdes lie sie kurz aufsthnen, sie hatte die Rstung leichter in Erinnerung gehabt. Whren sie ihren Grtel umschnallte und die schweren Armschienen berstreifte, musste sie an die vergangenen Kmpfe denken, schlielich wusste sie nicht was sie dieses mal erwartete. Die Klauen glnzten im Licht des Mondes, von dem Blut der Geschpfe, die mit diesen Klauen zerfetzt worden waren, war nichts mehr zu sehen, schlielich wurden die Klauen auch frisch geschrft. Der Kampfhelm, der ihren Kopf schtzen sollte, war von den vergangenen Kmpfen gezeichnet. Kinthia strich sich ber die makellose Haut ihres Gesichtes, sie war nicht eingebildet, aber sie wusste, dass sie durchaus begehrenswert war.
Sie hob die Klauen aus der Truhe und streifte sie ber ihre Handgelenke. Mit Stolz trug sie die Rstung, mit der einst die ruhmreiche Kriegsherrin Natalya gegen das Bse kmpfte.
"Nur noch wenige Meter bis zu den Toren, springt jetzt vom Wagen und schleicht euch nebenher, ich will nicht meinen Kopf retten, ich halte es blo fr eine kluge Taktik. Keine Angst, ich lasse euch nicht im Stich.", lachte Taric. Er griff unter seinen Umhang um nach seinem Schwert zu tasten. "Ich werde mich selbst verteidigen knnen, aber eine Rstung brauche ich nicht, ich bin ohne Zweifel dem Tod nher als dem Leben, mich wrde schon eine kleine Verletzung umbringen."
Kinthia sprang vom Wagen, als sie auf dem Boden aufkam schepperte ihre Rstung leise.
Das Dorf schien aus der Ferne verlassen, die Wachtrme waren nicht besetzt, man hrte keine Stimmen und die Flammen verschlangen die Htten und schlugen hoch in den Himmel, ohne dass jemand versuchte sie zu ersticken. Taric fuhr mit dem Wagen langsam durch das zerstrte Tor, die Pferde rissen die Augen weit auf und ihr schnauben verriet, dass auch sie ngstlich waren.
"Bei den Gttern!"
Tarics Schrei durchdrang die Stille. Es war ein Schrei voller Schrecken. Was konnte einen Krieger, der auf vielen Schlachtfeldern unmenschliches Leid mit ansehen musste, so erschrecken? Kinthia eilte zu Taric, falls der Feind weitergezogen war, war unklar was sie hinterlassen hatten. Die Zerstrungen im Dorf waren schlimmer als Taric und Kinthia sich vorgestellt hatten. Die Plnderer hatten weder Mensch noch Tier verschont, jedes Lebewesen war bestialisch gettet worden. Dass am Lagerfeuer einige leblose Krper lagen, lie darauf schlieen, dass das Dorf ohne Vorwarnungen angegriffen wurde, niemand hatte die Mglichkeit gehabt zu fliehen oder sich zu bewaffnen.
Kinthia nahm ihren Helm ab und stieg vorsichtig ber den leblosen Krper der Jgerin, die vor wenigen Tagen in Kinthias Dorf auftauchte und um Hilfe bat. Die Augen der Jgerin waren vor Schreck weit aufgerissen und lieen erahnen welch Grauen sie in den letzten Sekunden ihres jungen Lebens mit ansehen musste. Kinthia beugte sich nach unten zu ihr und schloss vorsichtig die Augen der Jgerin. "Wir kommen zu spt, htten wir diese Katastrophe verhindern knnen?"
Verzweifelt sah Kinthia zu Taric auf, der nur stumm den Kopf schttelte. Im Hintergrund brach das Dach einer brennenden Htte zusammen und die schweren Balken krachten herunter. Pltzlich konnte me vernehmen, die immer mehr zu einem wimmern wurden. Kinthia legte einen Finger auf ihre vollen Lippen und forderte so Taric zum schweigen auf. "Hrt Ihr auch die Rufe? Woher kommen sie?", flsterte sie. Taric horchte auf und schlich dann leise an den Htten vorbei, in denen das Feuer nun langsam alles verschlungen hatte und nur noch glhte. Das Holz knackte laut in der Wrme der Glut, Htten brachen langsam in sich zusammen. Es war nicht einfach herauszufinden aus welcher Htte das leise Wimmern kam, bis Taric schlielich rief: "Schnell Kinthia, kommt hierher! Es gibt einen berlebenden!"
Kinthia eilte hinter Taric her. Die Htte, aus der die Rufe kamen, war noch nicht zusammengebrochen, aber das Feuer hatte sie schwer beschdigt. Mit einem krftigen Tritt verschaffte Kinthia sich Zutritt. Die Htte war im Inneren vollkommen verwstet, Gefe waren zertrmmert, Mbel zertreten, Kleidungsstcke auf den Boden geschmissen und mitten in diesem Chaos lag der mit dem Tod ringende Deckard Cain. In seiner Brust steckte ein Pfeil, zwar nur mit der Spitze, aber trotzdem war die Verletzung nicht zu unterschtzen. Ohne ein Wort zu sagen trug Kinthia den alten Mann ins Freie, sie legte ihn ab und begutachtete die Wunde. Sie war weder tief noch hatte sie Organe verletzt, aber der Pfeil schien vergiftet gewesen zu sein.
"Cain, hrt Ihr mich? Wenn ja, sagt mir was passiert ist.", sagte Kinthia zu dem alten Mann.
"Ihr seid es, nie glaubte ich Euch wieder zu sehen, unsere Heldin, sie ist zurckgekehrt. Helden wie Euch brauchen wir auch dieses Mal wieder. Unser Dorf wurde berfallen, diese Geschpfe sahen wie Menschen aus, doch ich denke nicht, dass ein Mensch so grausam sein kann, es mssen Bestien sein.", sprach der Greis, er versuchte mit einer Hand den Pfeil zu ertasten, hustete schwer von dem Rauch, den er eingeatmet hatte. "Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine neben einfachen Plnderern aus dem Westen auch Nekomanten aus dem Osten erkannt zu haben, sie haben aus meiner Htte das Buch entwendet..."
"Welches Buch, Deckard Cain?", fragte Kinthia. "Ihr msste es finden, es ist das Gri...", Cain hustete, er riss die Augen weit auf, rchelte pltzlich stark und griff mit einer Hand nach seinem Herz. "Cain! Haltet durch! Sprecht doch zu ende!", flehte Kinthia. Es war zu spt, Cain atmete nicht mehr, er schloss seine Augen, dieses Mal fr immer. Kinthia schaute verzweifelt zu Taric auf, er sah wie ihre Augen sich mit Trnen fllten und er konnte es nachvollziehen, schlielich stand Deckard Cain Kinthia in dem Kampf gegen die Groen Drei stndig zur Seite.
"Meister, die Stadt ist jetzt gereinigt, Ihr knnt sie betreten um Euch euren wohlverdienten Lohn zu holen, ich bin mir sicher, dass kein Mensch euch belstigen wird", flsterte der Nekromant mit heiserer Stimme und konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen, das der Meister sofort mit einem kalten Blick strafte. "Geht, geht voraus, ich komme euch sofort nach.", sprach Szaltax, der darauf bestand von seinen Anhngern "Meister" genannt zu werden. Er drehte sich herum und ging zurck in das fr ihn aufgestellte Zelt, hier konnte er sich zurckziehen und auch die Kapuze seines schwarzen Umhangs abstreifen. Szaltax war zwar nicht eitel, aber er wusste, dass er ein hsslicher alter Mann war. Sein Gesicht war vernarbt, der Gesichtsausdruck immer verbittert und er hatte dunkle Schatten unter den Augen. Sein Blick fiel auf den Altar, hier lag das Buch, das er lange gesucht hatte. Vorsichtig strich er ber den Umschlag des Buches, aufschlagen wollte er das Buch erst, wenn auch der zweite Teil in seinem Besitz war. Den ersten Teil des Buches zu besorgen war kein Problem, der gebrechliche Deckard Cain hatte es in seiner Htte zwischen anderen Bchern liegen gehabt, er schien sich nicht bewusst gewesen zu sein was fr ein Buch es war. Das Grimoirium Verum war ein Buch ber Dmonenmagie, das aus zwei Teilen bestand, diese zwei Teile waren wegen der groen Macht des Buches auf zwei Personen verteilt worden: Deckard Cain und Drognan. Die Suche nach den Bchern musste irgendwie getarnt werden, aber das war nicht schwer gewesen. Szaltax hatte ein paar verschuldete Soldaten zu Plnderungen zu berredet, er hatte ihnen versprochen, dass sie mit niemandem teilen mssen und dass die Nekromanten sie mit Zaubern untersttzen wrden. Die Soldaten sollten von dem eigentlichen Ziel der Plnderungen, der Suche nach den Bchern, ablenken. Es war eine groartige Idee gewesen erst kleinere Drfer zu berfallen um selbst ernannte Helden auf eine falsche Fhrte zu locken. Selbst wenn bei den Plnderungen ein berlebender sehen sollte, dass Nekromanten beteiligt sind, es wrde Szaltax nicht stren, denn man wrde zuerst die Magier im Osten verdchtigen. Mit den Magiern im Osten hatten Szaltax und seine Glaubensbrder nichts mehr zu tun, denn whrend die Magier im Osten auf der Seite des Lichtes standen, befasste sich der Glaube von Szaltax mit einer Form von Dmonenmagie, die weit ber die Fhigkeiten eines Nekromanten hinausging. Szaltaxs Blick wanderte durch das Zelt, in einer Ecke stand ein dunkler Sarg, geschmckt mit Blumen. In dem Sarg befand sich Szaltaxs einzige Tochter, sie war vor wenigen Wochen einen tragischen Tod gestorben, ihr Pferd hatte sich bei einem Ausritt erschrocken, Pairika war schwer gestrzt und sofort tot. Mit Salben wurde nun versucht sie so lange wie mglich vor der Verwesung zu schtzen, denn sie sollte zurck ins Leben geholt werden, aber dazu war das Grimoirium Verum notwendig. Szaltax schlug den dunkelroten Samtvorhang seines Zeltes beiseite und folgte einem seiner schweigenden Diener zu dem Stadttor Lut Gholeins.
"Verlieren wir jetzt keine Zeit, los Kinthia, wir reisen weiter.", rief Taric und sprang dann auf seinen Wagen. "Nun kommt schon, fr die armen Seelen hier knnen wir nichts mehr tun, wir sollten jetzt versuchen die Plnderer zu verfolgen."
Nachdenklich stieg Kinthia auf den Wagen auf, irgendwas gefiel ihr an der ganzen Sache nicht, was hatte Plnderer dazu gebracht das Lager der Jgerinnen zu berfallen? Bei ihnen gab es doch nun wirklich nicht viel zu holen, es gab keine wertvollen Rstungen und Waffen, nicht viel Gold, es gab blo ein paar alte staubige Bcher, die Deckard Cain in seiner Htte hat. Kinthia war beunruhigt, Cain hatte von einem Buch erzhlt, das gestohlen worden war. "Taric, fllt Euch ein Buch ein, das einen Namen trgt, der mit "Gri" beginnt?", fragte sie den Sldner. "Nun ja, es gibt Berichte ber ein Buch der Dmonenmagie, das diese Anfangsbuchstaben hat, aber wenn ich ehrlich bin mchte ich gar nicht weiter darber nachdenken, es macht mir Angst."
Taric trieb die Pferde an und sie fuhren nun Richtung Osten.
In Lut Gholein hatten die Plnderer totale Verwstung hinterlassen. "Die Bewohner glaubten zu sicher zu sein, aber wir haben sie eines besseren belehrt, mit diesem Wissen knnen sie nun in der Hlle schmoren!", lachte der Anfhrer der Plnderer. In Lut Gholein gab es viel zu holen, es wurde kistenweise Gold aus der Stadt geschleppt, edle Waffen, teure Rstungen und schne Frauen, denn die Plnderer hatten sich ber die langweiligen Abende beschwert, die Frauen sollten nun unfreiwillig fr ein wenig Spa unter den Mnnern sorgen. Szaltax schenkte den Verwstungen und den Toten Brgern nicht viel Beachtung, er hatte sich das Buch aus Drognans Haus von einem seiner Diener bringen lassen und war nun zurck in sein Zelt gekehrt. In einem Kfig mit Gitterstben aus Magie sa das "Haustier" von Szatax, ein Dmon. Szaltax hatte den kleinen Dmon kurz nach dem Tod seiner Tochter beschworen, denn nur ein Dmon wusste wie man Dmonenmagie richtig anwendete. Leider hatte der Dmon noch nicht gesprochen, er sa blo in seinem Kfig und beobachtete Szaltax.
"Das Grimoirium Verum, es ist nun vollstndig, wir sollten einen Platz voller dsterer Magie aufsuchen damit unser Zauber auch Wirkung zeigt.", flsterte der Dmon. Szaltax sah sich erschrocken um. "Du sprichst also doch. Sag mir welchen Platz, wir knnen nicht mehr lange warten."
"Nun, mein Vorschlag wre zu den Ruinen von Mephistos Tempel zu reisen."
Kritisch sah Szaltax den Dmonen an, der sich nun auf seine dnnen, ziegenhnlichen Beine gestellt hatte und ihn durchdringend ansah. "Ja, ich werde sofort den Befehl zur Abreise geben."
Nachdem Szaltax aus dem Zelt gegangen war kletterte der Dmon aus dem Kfig und ging zu den Bchern. "Menschen sind Narren, Magie kann mich nicht aufhalten, der Nekromant glaubt mich kontrollieren zu knnen, besser knnte es gar nicht laufen.", flsterte der Dmon.
Zwei Tage waren nun vergangen, Kinthia tat von der Reise auf dem Pferdewagen alles weh, auerdem war sie bermdet und hungrig. Nur noch wenige Minuten bis zu den Toren Lut Gholeins. Von weitem war zu erkennen, dass die Tore offen standen. Kinthia sprang vom Wagen und ging auf das Tor zu. "Taric, stellt den Wagen ab und wartet auf mich, ich werde mich ein wenig umsehen.", rief sie dem alten Barbaren noch schnell zu.
In Lut Gholein herrschte Totenstille, die Stadt war zwar schon lange kein groes Handelszentrum mehr, aber inzwischen war sie zu einer Geisterstadt geworden. Auf der Suche nach Drognan schlich Kinthia durch die Gassen, langsam bekam sie Angst, denn in keiner normalen Stadt herrscht zur Mittagszeit solche Totenstille.
"Wieder zurck? Ja warum denn..?"
Kinthia drehte sich um und erkannte Griez, sie lchelte ihm zu und wollte gerade anfangen ihm zu erzhlen welche Aufgabe sie hierher gebracht hat, als Griez nher kam und Kinthia erkannte, dass mit ihm etwas nicht stimmte: Die Farbe aus seinen Augen war vollkommen verschwunden, sie waren komplett tiefschwarz, ein Hautlappen hing an seiner Wange herunter und er stank bestialisch, aber dass Gestank bei einigen Personen keine dmonischen Ursachen hatte, wusste Kinthia. "Wenn du nher kommst werde ich dich tten, Griez!", rief sie ihm zu, aber es zeigte keinerlei Wirkung. "Seid Ihr zurckgekehrt um zu sterben? Dann seid Ihr bei mir genau richtig!", lachte Griez und kam noch einen Schritt auf sie zu. Kinthia holte aus und stie Griez ihre Klaue in die Brust, er sank ohne eine Miene zu verziehen vor ihr zusammen.
Gegen Abend traf die Karawane der Nekromanten an der Ruine von Mephistos Tempel ein. Die Plnderer waren ihnen nicht gefolgt, sie hatten schlielich bekommen was sie wollten. Da es langsam dunkel wurde ordnete Szaltax an die Tempelanlage erst am nchsten Morgen zu begutachten, denn wer wusste schon was sich in den Katakomben alles verbirgt.
Nachdem sich alles schlafen gelegt hatte sah der Dmon aus dem Magiekfig seine Chance: Leise schlich er sich aus dem Kfig heraus, nahm sich die Bcher und stieg in die Ruinen des Tempels. Er zeichnete Symbole auf den Boden und sprach Beschwrungsformeln in Sprachen, die so alt waren, dass kein Mensch sie htte verstehen knnen. Es ffnete sich ein rotes Portal.
Szaltax wachte pltzlich wie aus einem schlechten Traum auf, er schreckte hoch und sah, dass der Kfig leer und die Bcher weg waren. Sofort sprang er auf und lief aus dem Zelt. Die Wnde des Tempels leuchteten durch das Portal in einem hellen rot. Szaltax stieg die Ruinen herunter und sah den Dmon, "seinen" Dmon. Noch bevor Szaltax ein Wort sagen konnte begannen sich Statuen der fliegenden Dmonen an der Wand zu bewegen und auf ihn zu strzen. Die Gargoylen zerfleischten Szaltax bei lebendigem Leibe und flogen dann leise auf ihren Platz zurck.
"Herr der Snde, so hrt mich an! Ich diente euch, ffnete dieses Portal, so tretet nun hindurch und nehmt euch das, worauf ihr schon immer wartetet: die totale Herrschaft!", schrie der Dmon im wie Trance. Durch das Portal schritt eine Gestalt, fr deren entsetzliches Aussehen es keine Worte gibt, es war Azmodan.
Kinthia sa mit Taric am Lagerfeuer um die Ereignisse und das weitere Vorgehen zu besprechen als sie pltzlich ein Schauer durchfuhr, sie fhlte pltzlich, dass sie die Aufgabe, die ihr Dorf ihr gegeben hatte noch lange nicht vorbei sein wird.
Der Himmel verfrbte sich in ein tiefes Schwarz, so dunkel wie an dem Tag, als die Schreckensherrschaft der Groen Drei begann.
Von girl_x
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Platz 3: Des Engels Wille / Eballa, das graue Schwert
Des Engels Wille
Tyrael war es, der entgegen der Gesetzte des Himmels den Menschen die Seelensteine brachte, damit sie sich der drei Erzbsen erwehren konnten. Mit Ihrer Hilfe bezwangen die Menschen die drei Brder und sperrten sie darin ein. Doch die Steine waren mehr als nur ein Gefngnis. Von nun an sollte die Existenz der drei Dmonen auf ewig an die Unversehrtheit der Steine gebunden sein. So ntzlich die Seelensteine auch zu jener Zeit gewesen sein mgen, so tckisch waren sie auch. Sie erlaubten es Diablo, seine Brder zu befreien und einen neuen Sturm auf den Himmel vorzubereiten. Tyrael aber, wusste all dies schon lange bevor es geschah. Er wusste auch, dass nur ein Sterblicher in der Lage war, die Seelensteine in der Hllenschmiede zu zerschmettern. Doch der Zutritt zu der hheren Ebene war allem Lebenden untersagt. Also lie er zu, dass sich die drei Erzbsen befreiten. Der Engel wusste das die Mchte des Himmels auf die neue Bedrohung reagieren mussten und das sie einem Helden sogar den Zutritt zur Hllenschmiede gestatten wrden. Tyrael behielt recht. Einer nach dem andern fielen die Herrscher der Hlle der Klinge eines Helden zum Opfer. Doch dieser namenlose Held, ttete nicht nur die sterblichen Hllen der Dmonen, sondern auch ihre Essenz, die den Steinen innewohnte.
Und nach Jahrhunderten des Wartens und Lauerns, war der Augenblick fr Tyrael endlich gekommen: Der Weg zum Hllenthron war fr ihn frei!
Doch er zgerte in seinem Handeln und es sollte sich bezahlt machen. Baal war Tyrael entkommen, doch fhrte sein Weg den Dmonen zum Weltstein in Harogath. Dder einzigen Grenze zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Dmonen. Also ergriff der Engel seine Chance: Warum sollte er nur die Hlle beherrschen, wenn er auch die Welt der Menschen unterjochen knnte?
Wie die Hllenschmiede, konnte auch die Kammer des Weltstein nur von Sterblichen betreten werden. Doch die Anwesenheit des Dmonen verndert alles. Seine unsterbliche Seele in der sterblichen Hlle Tal`Raschas zerstrte das Gefge und gestattete dem Erzengel den Zutritt. Als Baal schlielich besiegt war und der Held sich wieder in die Hlle hinab begab um auch seinen Seelenstein zu vernichten, zerstrte Tyrael den Weltstein. Die letzte Instanz, die ihn von seinem Ziel trennte... Herr ber Hlle und Erde zu sein!
Seit dem Fall der Drei Erzdmonen war viel Zeit vergangen. Anfangs glaubten sich die Menschen nun endlich sicher vor Leid, Pein und den Schrecken der die letzten Jahre herrschte. Die Wlder wurden wieder sicher und die Helden vergangner Tage zogen sich wieder in ihre Heimat zurck und verbrachten dort ihren Lebensabend. Trunken von Ruhm und Ehre.
Tyrael wartete in seiner unendlichen Geduld den Zeitpunkt ab, bis das Rad der Zeit all jene von der Erde tilgte, die ihm je htten gefhrlich werden knnen. Erst dann lie er seine Heerscharen ber Land und Wasser strmen und strzte die Welt endgltig in die Finsternis!
Eballa, das graue Schwert
Eameth sah sich in der Stadt genau um. Kaum ein Haus hatte das verheerende Feuer unversehrt berstanden. Die Ruinen von Beltar hatten etwas unheimliches an sich. Fast schon schien sie von dem entsetzlichem Massaker berichten zu wollen, das hier stattgefunden hatte.
berall lagen noch verkohlte Leichen in den Straen. Der Gestank war kaum zu ertragen.
Der Waldlufer sah sich sorgfltig um. Knapp vor seinen Fen lag eine entstellte Frau, die noch verzweifelt versucht haben muss ihr Kind zu retten. Doch die Angreifer schienen keine Gnade gehabt zu haben.
Pltzlich hrte Eameth hinter sich einen Holzbalken umstrzten. Sofort riss er sich herum und griff nach seinem Streitkolben, doch da hatte er schon eine Klinge am Hals.
"Ihr seht nicht aus wie eines dieser widerlichen Monster!" sagte der Mann der vor ihm stand.
"Ihr ebenfalls nicht." streckte Eameth seine Arme in die Hhe.
"Was macht ihr dann hier? Seid ihr auf der Suche nach Husern die ihr noch plndern knnt? Oder wollt ihr euch an unserer Armut bereichern oder gar an unserer Armut ergtzen?"
"Weder noch, Herr."
"Weswegen dann? Niemand kommt in diese gottlose Gegend ohne finstere Gedanken!"
"Finstere Gedanken habe ich wohl. Doch wohl mehr weil ich betrbt bin. Ein Ort wie dieser erfllt mich mit Zorn und Mitleid."
Der Mann mit dem Schwert zgerte einen Augenblick ehe er seine Waffe senkte.
"Euer Mitleid wird uns nicht helfen. Obwohl es mir widerstrebt euch hier zu dulden, kann ich es mir in solch dunklen Tagen nicht leisten einem Menschen zu Mistrauen."
"Habt Dank. Mein Name ist Eameth, Waldlufer aus dem Dschungel Kurasts. Ich bin gekommen um euch zu helfen."
"Helfen knnt ihr uns nicht mehr Waldlufer. Ihr knnt niemanden mehr helfen."
"Was ist hier geschehen?"
"Die Horden des Bsen sind in unsere friedliche Stadt eingefallen. Sie kamen ohne Vorwarnung. Die Wachen hatten kaum Gelegenheit die Tore rechtzeitig zu schlieen. Nicht einmal einen Tag konnten wir gegen die Wellen es Unheils ankmpfen. Wir gehren zu den letzten berlebenden." trat eine Frau hinter der Wand eines Hauses hervor.
"Wie viele haben berlebt?"
"Mit uns sind es an der Zahl Elf. Mein Name ist Ganea. Alchimisten und Gelehrte Beltars. Und das ist unser tapferer Hauptmann Wengar. Verzeiht ihm sein schroffes Verhalten, aber wir sind es gewohnt vorsichtig zu sein." reichte die braunhaarige Frau ihm die Hand.
"Ihr habt mein Verstndnis und mein Mitgefhl, Mailady. Ich mchte helfen."
"Wir brauchen eure Hilfe nicht!" sagte Wengar.
"Tun wir das?" wiedersprach ihm die Frau, "Ich denke schon das wir seine Hilfe brauchen knnten tapferer Hauptmann. Auerhalb dieser Mauern regieren immer noch Schrecken und Chaos. Solange wir uns nicht sicher bewegen knnen, werden wir nach den anderen nicht suchen knnen."
"Es gibt noch andere?" schaltete sich der Waldlufer wieder ein.
"Wir sind uns nicht sicher, aber kurz nachdem der Angriff begann, konnten sich noch einige durch die geheimen Tunnel in die Wlder flchten. Mglicherweise haben auch sie noch berlebt, doch trauen sie sich nicht aus ihren Verstecken aus Furcht vor den Wesen die umgehen."
"Und wie kann ich euch da helfen?"
"Die Angriffe der Monster waren zwar in Brutalitt nicht zu berbieten, dennoch konnten wir eine Struktur darin erkennen. Sie haben einen Anfhrer. Es ist ein bler Dmon mit dem Namens Fekhyr ur Shadem. Weder Schwert noch Zauberei vermochten dieses Wesen aufzuhalten. Ich glaube das er ein Nachkomme des Dmonen Weykhar Shadem ist. Laut den alten Bchern die mir geblieben sind, suchte er diese Lnder vor langer Zeit heim. Ein mutiger Krieger kam in jener Zeit hierher und erschlug den Dmonen. Es heit er habe ein antikes Schwert bei sich gehabt: Eballa, Das graue Schwert. Der Krieger aber, starb an den Folgen des Kampfes und man bestattete ihn mit seiner Waffe in der Nhe eines Schreines, im Osten der Stadt. Es ist uns nicht gelungen danach zu suchen. Stndig patrollieren Monster um die Stadt herum und drohen uns zu entdecken. So hindern sie uns an der Suche. Wir sind zu wenig um uns gegen sie zur wehr zu setzten."
"Im Osten der Stadt sagt ihr? Hmm, von dort bin ich gekommen. Doch bin ich keinerlei Wesen begegnet die mir nach dem Leben trachteten."
"Dann muss das Glck mit euch gewesen sein, Eameth. Last euch davon aber nicht tuschen. Das Unheil ist dort drauen und wartet nur darauf uns zur Strecke zu bringen."
"Wenn ihr uns helfen wollt, Waldlufer von Kurast, dann bringt uns die Klinge die wir fr unseren Kampf so dringend brauchen. Tut ihr es, gewhren wir euch Einlass zu unserem Lager und ihr knnt euch rsten und verpflegen." schaltete die Wache sich wieder ein.
Eameth schwieg einen Augenblick und sah sich die niedergerannten Huser der Stadt an. Zwar bot er den Bewohnern seine Hilfe an, doch behagte ihm der Gedanke nicht sich durch ganze Reihen von Monstern zu kmpfen, auf der Suche nach etwas, von dem niemand genau wusste ob es existiert. Doch letztlich siegte sein Gewissen ber die Furcht und er willigte ein.
Mit Ganeas Segen machte er sich wieder auf den Weg nach Osten um das verborgene Grabmahl des Kriegers zu finden. Der Tag war noch nicht weit fortgeschritten, so dass die Sonne den Waldlufer die meiste Zeit seines Weges begleiten konnte.
Nervs trat der Mann mit gezogener Waffe vor die Ruinen von Beltar. Vor ihm lag eine weite Wiese, dessen Gras noch vielerorts grn war. Eameth atmete tief durch. Die Luft roch hier wesentlich angenehmer als zwischen den zerstrten Husern. Der Geruch des Todes stieg ihm nicht lnger in die Nase. Langsam tat er mutig seine ersten Schritte nach vorne.
Dem Waldrand nherte er sich nur mit einem sehr unguten Gefhl. Fast schon bedrohlich schwenkten die Bume vor ihm hin und her.
Mit der rechten Hand den Griff des Streitkolbens fest umklammert, suchte sich seine Linke den Weg zu seinem Buckler.
"Ganz ruhig!" flsterte er sich selber zu bevor er den uneinladenden Wald betrat. Der Wind pfiff ein dsteres Lied zwischen den Bumen und lie dem Eindringling das Blut in den Adern gefrieren.
Vorsichtig setzte er einen Fu vor den anderen. Nichts geschah! Lange Zeit schlich er so durch die Wildnis bevor er die Sinnlosigkeit darin erkannte. Weder Tier noch Monster kreuzte seinen Weg. Also begann der Waldlufer wieder normal zu gehen.
"Wilde Eber hast du aufgespiet und widerwrtige Schinder erschlagen! Und nun frchtest du dich vor etwas das du nicht gesehen hast." lachte er sich selber aus.
Nach einigen Metern erreichte er einen ziemlich breiten Weg, der sich zwischen den Bumen hindurchschlngelte. Eameth folgte ihm eine Weile, bis ihm ein intuitives Gefhl ein Stck weiter sdlich trieb. Der Wald schien seine Unheimlichkeit verloren zu haben, und der Mann konnte nichts erkennen, das auf eine dunkle Prsenz hinwies.
Fern ab des Weges wurde das Unterholz immer undurchdringlicher fr den Menschen. Merkwrdiges Knacken und Rascheln ging durch die Bsche und stimmten den Abenteurer wieder nervser. Das Grn der Bltter schien an Farbe zu verlieren und ergraute regelrecht. Und Pltzlich hielt Eameth inne. Schnell griffen seine Hnde wieder nach den Waffen.
Es war Still geworden um ihn herum. Kein Wind wehte mehr und kein Vogel pfiff noch ein Lied. Nur noch das unheilvolle Rascheln vernahm er noch. Und mit einem Mal war so etwas wie ein entferntes Grunzen zu hren. Jedoch ein Grunzen das seinen Ursprung nicht in der Natur zu haben schien. Hektisch sah sich der Kmpfer um. Nichts wies auf ein anderes Wesen hin, auer ihm. Und wieder! Erneut grunzte jemand oder etwas, doch diesmal viel nher. Jetzt konnte er es auch sehen! Ein Wesen das ihn selber um mindestens Fnf Kpfe berragte. Es war dunkelgrn gefrbt und schien wegen eines gewaltigen Buckels auf dem Rcken nicht grade gehen zu knnen. An jeder Klaue saen vier bedrohlich groe Krallen. Sein Maul hing schrg vom Kopf hinunter, als ob es ihm jemand einmal herausgerissen htte. Unmengen von Speichel liefen daran herunter und tropften schlielich zu Boden.
Fast starr vor Angst riss sich der Waldlufer mit aller macht herum, um dem ersten Angriff des Monsters zu entgehen. Kaum hatte er sich unter dem ersten Schlag geduckt, folgte auch schon der Zweite. Der Schlag traf gegen den Buckler des Waldlufers, der von dessen Wucht zu Boden gerissen wurde.
Eameth machte Anstallten sich die Benommenheit abzuschtteln und rappelte sich wieder auf. Der dritte Schlag verfehlte ihn nur knapp, bevor er endlich seinen Gegenangriff starten konnte. Doch als der Kolben den Krper des Monsters traf, fhlte es sich fr den Waldlufer an als wrde er auf Erde schlagen. Auch wenn er eine aufgeplatzte Wunde hinterlie, so machte es nicht den Eindruck als htte er das Wesen ernsthaft verletzt.
Stattdessen schlug das Ungeheuer nur mit seiner Rckhand nach ihm und traf ihn erneut. Diesmal am Torso.
Fr den Waldlufer fhlte es sich an als wre ihm jede Rippe einzeln gebrochen und nur mit letzter Kraft beschwor er eine riesige Schar von Ungeziefer, die aus dem Boden empor kroch und sich auf das feindliche Wesen strzte. Das Monster war derart abgelenkt, das Eameth Gelegenheit hatte um eine weitere Beschwrung vorzubereiten. Er hielt die Mchte des Windes an ihn zu untersttzen und schlug mit einem einzigen Hieb nach dem Kopf des Wesens. Und der Wind folgte dem Ruf. Eine riesige Welle aus Luft wirbelte jegliches Laub auf dem Waldboden empor und verstrkte die Attacke des Kmpfers. Der Streitkolben zerschlug der Kreatur den halben Schdel und riss sie mit Wucht von den Beinen. Es war erlegt!
Mit schmerzerfllten Gesicht fasste der Waldlufer sich an die linke Seite, auf der ihm die Rippen schmerzten. Er holte eine kleine Phiole, mit blauer Flssigkeit hervor. Es war Medizin, die er noch aus Kurast mit sich gebracht hatte. Sie schmeckte widerwrtig. Wie ein fauler Apfel, der schon mit Schimmel berzogen war. Doch die Wirkung war nicht zu verachten. Die Schmerzen gingen zwar nicht weg, aber er fhlte sich ausgeruhter. Eameth murmelte eine kleine Formel und ein Helles Licht legte sich um seine Hand und heilte seine Verletzungen.
"Das war eng!" blickte er auf das erschlagene Wesen nieder und ging, nachdem er sich wieder gefasst hatte, weiter seines Weges. Diesmal jedoch wesentlich vorsichtiger als zuvor. Nach weiteren hundert Metern kam der Waldlufer wieder auf offeneres Gelnde. Ein gewaltiges Nebelfeld hatte sich hier kniehoch auf den Boden gelegt. Es machte nicht grade einen vertrauensseligen Eindruck, doch ein inneres Gefhl sagte ihm, das er seinem Ziel schon nher gekommen war. Unter ihm fhlte sich der Boden sehr weich an und in der Tat schlpfte ab und zu etwas Wasser in seine Stiefel.
Nach wenigen Schritten, Offenbarte sich schlielich ein Schrein. Ein Baum versperrte dem Abenteuer eben noch die Sicht darauf. Das war es hier also musste sich das Grab befinden, in dem der Krieger samt seiner Waffe beerdigt wurde.
Der Tag neigte sich dem Ende zu als der Waldlufer beschloss seine erfolglose Suche nach Grab abzubrechen. Jeden Stein und jeden Busch in der Umgebung hatte er sich genau angesehen und dennoch nichts gefunden. Erschpft setzte sich Eameth vor dem Schrein auf den Boden und sah ihn an. Jetzt es viel es ihm auf. Ein Arm der Statur, die auf dem Schrein stand, war leicht verdreht. Es machte nicht den Eindruck als ob das so sein sollte.
Der Wallufer erhob sich wieder und begann an dem steinernem Arm zu drehen.
Er vernahm ein lautes Knacken und der Sockel der Statur hob sich pltzlich aus der Erde empor. Wie eine Falltr musste der Abenteuer nun den steinernen Schrein nach hinten klappen um Zugang zu der darunter verborgenen Treppe zu erhalten.
Aus seinem Rucksack holte er sich eine Fackel hervor und begann mit dem Abstieg. Ein alter modriger Geruch stieg ihm von unten hinauf in die Nase. Der Raum der sich unter dem Schrein befand war nicht mehr als zehn mal zehn Meter gro und in Unheimlichkeit nicht zu bertreffen. An der Decke hatten sich kleine Stalaktiten gebildet, da das Wasser beharrlich hinab tropfte. Zwischen den dnnen Fugen des steinernen Bodens konnte es nur sprlich ablaufen und sammelte sich so Knchelhoch. Das Wasser sah mehr als nur unappetitlich aus.
Vorsichtig erkundete Eameth den Raum. Von den Decken hingen Spinnenweben herab und die Wnde waren von Zahlreichen Baumwurzeln durchstoen worden. Vier starke Sulen sttzten den sons leeren Raum. In allen Wnden waren Nischen eingelassen, fr Soldaten die den Krieger auch nach seinem Tod beschtzen sollten. Doch dieser Tage war in ihnen nicht viel mehr als Knochenhaufen zusammengefallener Skelette. An der dem Eingang gegenberliegenden Wand jedoch, stand ein schlichter grauer Sarkophag umringt von Goldenen Schsseln, Bechern und anderen wertvollen Gegenstnden.
Eameth bewegte sich langsam darauf zu. Wie auch der Wald ber ihm, war dieser Raum nicht grade das was man als einladend bezeichnen wrde. Ohne Zwischenflle erreichte er den Sarg.
"Hier ruht Deaph Aningthor, Schlchter Weykhar Shadems, Erretter der alten Ordnung und Held in alle Ewigkeit. Mge sein Geist fr immer in Frieden ruhen" stand in alter Schrift auf den Grabstein.
"Ich bin nicht gekommen Grber zu schnden." sagte Eameth betrbt als er seine Hnde auf den Deckel des Sarges legte um ihn zu ffnen.
Er musste viel Kraft aufwenden um die steinerne Platte von dem Gef zu schieben. Ein bestialischer und ekelerhegender Gestank drang ihm in die Nase. Der Leichnam in dem Grab war merkwrdiger Weise grade einmal zu hlfte verwest. Auf der Brust des in Kettenrstung gekleideten toten Mannes lag ein von den Hnden umklammertes, makelloses und rostfreies Schwert. Und in diesem Augenblick ffnete der Leichnam seine Augen und richtete sich aus dem Grab auf!
Eine breiige Masse die einst die Eingeweide sein mussten, glitschte aus einer offenen Bauch-wunde zwischen den Ringen hindurch. Abscheulich und bedrohlich streckte der Untote die Arme mit samt dem Schwert aus.
"Wer wagt meine Ruhe zu stren?" sthnte das Wesen.
Demtig warf sich der Waldlufer auf die Knie und richtete sein Gesicht dem Boden entgegen.
"Mein Name ist Eameth. Die Zeiten sind dster edler Krieger. Einmal mehr verlangt die Welt nach euch und eurer Waffe."
"Doch kann ich... mein Grab nicht verlassen. Und so bleibt euch die Hilfeversagt."
"Dann erlaubt, dass ich meine Aufgabe erflle und den Menschen von Beltar eure Waffe bringe."
"Wer schickt dichdass ich dir vertrauen sollte?"
"Ganea, eine Gelehrte der Stadt. Sie verriet mir wo ich euch finden kann."
"Ganea hat gut daran getan, euch zu mir zu schicken. Nichts Bsesregt sich in euch. Mitleid und Ehre fhren euch. Sagt ihr dass euer Herz rein ist. Nehmt die Waffevertreibt, was vertrieben werden muss!"
"Soll das bedeuten, dass dies eine Prfung war war? Um zu sehn ob ich ehrlich handle'? Und wenn ihr Lady Ganea kennt, Geist, dann ist dieses Grab eine Lge."
Der untote Krieger bergab mit seiner Antwort auf die Frage das graue Schwert Eballa an Eameth, bevor er seinen ewigen Schlaf fortsetzte.
"Ja, ich kenne.. Ganea! Dochspricht sie stets die Wahrheit. Es ist eine Prfung, doch keine Lge. Geht nun und tut wozu ihr gekommen seid!"
Von Nikola Ferencak
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Platz 4: Von Drachen und anderen Dmonen
"Sir Alaric, seid Ihr wach?"
Das zgerliche Klopfen an der Tr hallte bedenklich in meinem Kopf wider und ich vergrub mein Gesicht im Polster.
"Verschwindet!", krchzte ich und mute meine ganze Beherrschung aufbringen, um kein gequltes Sthnen hinzuzufgen.
Verdammte Siegesfeiern! Wieso bestand L'ze?ron auch nur immer darauf, da wir noch ein Weilchen' blieben. Es wurde sowieso jedes Mal die ganze Nacht daraus, und die Barbaren waren ja nicht gerade fr ihre Abstinenz berhmt. Das einzige, was ihr vortreffliches Bier noch bertraf, waren die Kochknste ihrer Frauen, und... ruckartig setzte ich mich auf, doch der Brechreiz war so schnell verschwunden, wie er gekommen war. An seine Stelle traten die grausamsten Kopfschmerzen, die ich je hatte ertragen mssen, und das ganze Zimmer schien sich um seine eigene Achse zu drehen.
"Sir Alaric? Geht es Euch nicht gut?"
Verdammt, was sollte das fr eine Frage sein? Die Magd vor der Tr mute doch mitbekommen haben, wieviel ich gestern getrunken hatte - womglich war es sogar sie gewesen, die mir andauernd nachgeschenkt hatte.
Ich fluchte ausgiebig, was jedoch weder das Pochen in meinem Schdel linderte noch den blen Geschmack aus meinem Mund veeinfach wieder hingelegt, doch das lstige Dienstmdchen gab einfach keine Ruhe, klopfte kontinuierlich an die schwere Eichentr und faselte irgendwas davon, da Deckard Cain mich dringend sprechen wollte. Der alte Wichtigtuer.
Also hievte ich mich mhsam aus dem Bett und sttzte mich eine Weile an der Wand ab, bis ich nicht mehr das Gefhl hatte, auf dem Deck eines sturmgebeutelten Schiffs zu stehen. Dankbar bemerkte ich, da ich noch immer voll angekleidet war, denn ich bezweifelte stark, da ich in der Lage gewesen wre, auch nur einen Knopf schlieen zu knnen. Das ging jetzt schon seit Tagen so, ganz Harrogath war nach unserem Sieg ber Baal in einen Zustand des permanenten Feierns gefallen, und wir hatten die herzliche Gastfreundschaft unmglich ausschlagen knnen. Doch diese malose Vllerei war wirklich eines Paladins unwrdig; ich verabscheute mich selbst.
Nach mehreren Versuchen hatte ich es endlich geschafft, den Waffengurt anzulegen und ri bellaunig die Tr auf. Die Magd, die immer noch dahinter stand, sprang vor Schreck ein Stckchen zurck und musterte mich besorgt. Ich sah bestimmt schrecklich aus, und das Schlimmste war, da ich selbst daran schuld war.
Keine alkoholgetrnkten Siegesfeiern mehr, schwor ich mir entschlossen, egal, wie sehr L'ze?ron sie auch liebte. Ich mute dem ein Ende machen, bevor der Vizjerei uns noch alle in Alkoholiker verwandelte. Wenn ihm das nicht pate, konnte er ja jederzeit verschwinden.
Der Zorn auf meinen Weggefhrten schien ein wenig gegen den Kater zu helfen und ich betrat den grozgigen Innenhof der Taverne, um ihm mit einem Eimer Wasser aus dem Brunnen endgltig den Gar auszumachen. Das gnadenlos grelle Licht drauen lie mich beinahe erblinden, doch irgendwie schaffte ich es, einen Kbel mit Wasser hochzuholen, dessen Temperatur jedoch nahe dem Gefrierpunkt liegen mute. Kleine Eisstcke dmpelten an der Oberflche und ich zgerte keine Sekunde, bevor ich meinen Kopf in den Eimer steckte.
Tausende von winzigen Nadeln schienen im Wasser auf mich gelauert zu haben, und als ich mich hastig aufrichtete, schien ich im ersten Moment keine Luft mehr zu bekommen. Aber immerhin, es hatte geholfen, dachte ich triumphierend, als ich mir das Eiswasser aus dem Gesicht wischte. Die Kopfschmerzen und die belkeit waren auf ein ertrgliches Ma zurckgegangen und ich fhlte mich sogar in der Lage, etwas zu essen.
Im ansonsten verlassenen Gastraum stie ich zu meiner berraschung auf Zhyrinya, das dritte und jngste Mitglied unserer kleinen Gruppe, als sie gerade ein ausgiebiges Frhstck bei der Wirtin bestellte. Die schlanke, kaum siebzehn Sommer alte Assassine sah aus, als sei sie auch soeben erst aufgestanden, doch man merkte ihr nicht an, da ich sie gestern hatte auf ihr Zimmer tragen mssen.
Mitrauisch kniff ich die Augen zusammen und orderte ebenfalls ein Frhstck. Oder vielmehr Mittagessen.
"Ah, wie ich sehe, habt Ihr dem Brunnen schon einen Besuch abgestattet", grinste mich Zhyrinya mit unverhohlener Schadenfreude an, und ihre eisblauen Augen blitzten belustigt. "Pat nur auf, da Ihr Euch mit den nassen Haaren nicht den Tod holt, wrde meine Mutter jetzt sagen."
Ich setzte mich zu ihr an den Tisch und rubbelte mein streichholzkurzes Haar mit einer Hand notdrftig trocken, soda sich die Assassine lachend unter den eiskalten Trpfchen wegducken mute.
"Eure Mutter hat anscheinend auch ein besseres Mittel gegen den Kater, wie ich sehe", grinste ich zurck und deutete auf den leeren Becher auf dem Tisch.
Zhyrinya verzog das Gesicht. "Es schmeckt wie Pferdepisse, aber es wirkt."
Seufzend schttelte ich den Kopf. Die Gesellschaft eines Magiers und eines Paladins wirkte sich offensichtlich alles andere als positiv auf die Ausdrucksweise des jungen Mdchens aus, und die Gromeisterin der Viz'jaq'taar legte bekanntlich viel Wert auf hfische Etikette. Andererseits war Zhyrinya auch nicht mit uns gekommen, um zu einer Lady erzogen zu werden, sondern um ihren ersten Auftrag auszufhren. Da sie auch dabei klglich versagt hatte, war wirklich nicht ihre Schuld...
"Bei Tyrael, ein Monster!", kreischte es pltzlich aus Richtung der Kche, und die Wirtin samt einer Kchenmagd kamen mit schreckensbleichen Gesichtern in den Gastraum gestrzt.
Zhyrinya sah interessiert auf, whrend ich mit zwei Schritten bei der zitternden Wirtin war.
"Was ist denn los? Wie zum Teufel soll denn ein Dmon hier reingekommen sein?", fragte ich berrascht und warf einen sichernden Blick zur offenstehenden Kchentr. Als nach ein paar Sekunden immer noch kein wutschnaubendes Ungeheuer daraus hervorgebrochen war, wollte ich der verngstigten Frau schon beruhigend auf die Schulter klopfen, doch sie zuckte zurck und wies mit einem bebenden Finger zur Kche.
"Es ist da drin, Sir Alaric, ich schwre bei Gott, da drin ist ein kleines rotes Monster!"
"Mit langen Zhnen und Schuppen", fgte die Magd schaudernd hinzu.
Ich runzelte kurz die Stirn. "Wie klein?" Das Ding konnte nicht so gefhrlich sein, wenn es nicht einmal in der Lage war, seine Beute zu verfolgen.
"h..." Die Wirtin zgerte. "Also es ist mindestens so gro wie eine Bisamratte."
"Mehr noch wie eine Katze!", besttigte die Magd eifrig nickend, hielt jedoch inne, als sie meinen Gesichtsausdruck sah.
Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Einen so kleinen Dmon hatte ich noch nie gesehen, und ich war wirklich schon einer Menge Dmonen begegnet. Wahrscheinlich hatten sie nur irgend ein Tier gesehen, oder jemand hatte den beiden einen Streich gespielt.
Doch da sie sich beharrlich weigerten, zu ihrer Arbeit zurckzukehren, bevor ich das Monster nicht gettet htte und mein Magen inzwischen anfing, laut zu knurren, betrat ich seufzend die Kche.
Mitten in einem chaotischen Durcheinander von benutzten Tpfen und Unmengen von Bierkrgen vom Vortag stand ein Tablett mit Brot, Schinken und ein paar groen Eiern wie ein Fels in der Brandung. Das Essen zog mich unwiderstehlich an, doch als ich nherkam, bemerkte ich, da etwas mit einem der Eier nicht stimmte. Die Schale war aufgebrochen, und inmitten der gelblichen Splitter hockte es.
Das Vieh hatte tatschlich rote Schuppen und winzige, halb durchsichtige Stacheln am Rcken. Es konnte nicht viel grer als meine Hand sein, hatte vier krallenbewehrte Beinchen und einen eingeringelten Schwanz, eine spitze Schnauze und groe, fest geschlossene Augen. Erst als mein Blick auf das noch feuchte, zusammengefaltete Paar Flgel an seinen Schultern fiel, erkannte ich, was das fr eine Kreatur war.
Und dann ffnete der rote Drache langsam die Augen.
Fr ein paar Sekunden starrte ich den Dmon fasziniert an, und die riesigen grnen Augen glotzten aufmerksam zurck. Das kleine Monster war das Erstaunlichste, was ich je gesehen hatte und erinnerte mich gleichzeitig ein wenig an Diablo, den Herrn des Schreckens, den wir vor so langer Zeit besiegt hatten. Doch der kleine Drache hatte nichts Schreckenerregendes an sich, im Gegenteil: Er sah irgendwie... niedlich aus.
Ich erschrak. Hatte ich das gerade wirklich gedacht? Verdammt, das war ein Monster! Wenn es einmal ausgewachsen war, wrde es eine nicht zu unterschtzende Bedrohung darstellen, und als Paladin war es meine Pflicht, es auf der Stelle zu beseitigen.
Meine Pflicht!
Zgernd legte ich die Hand um den Schwertgriff, doch ich schaffte es nicht, die Klinge mehr als eine Handbreit aus der Scheide zu ziehen. Ich hatte noch nie ein vllig wehrloses Lebewesen gettet, noch nie!
Als sich das schrg einfallende Sonnenlicht auf dem polierten Metall brach, blkte der Drache pltzlich begeistert und begann, mit ungelenken Schritten auf mich zuzutaumeln. Dummerweise bemerkte er nicht, da ihn immer noch ein knapp ein Meter tiefer Fall vom Kchentisch von mir und meinem Schwert trennte, und bevor ich wute, was ich tat, schossen meine Hnde vor und fingen den kleinen Drachen sicher auf.
Das Vieh war erstaunlich leicht und gab ein weiteres frhliches Krhen von sich, bevor es begann, meine Finger abzuschlecken.
"Alaric, du Idiot!", sthnte ich und htte mich ab liebsten selbst geohrfeigt. Doch das ging ja nicht, da ich immer noch den Drachen in den Hnden hielt. Bei dem Klang meiner Stimme hob der kleine Dmon den Kopf und sah mich vertrauensselig an. Seine smaragdgrnen Augen strahlten vllige Unschuld aus und ich wute, da an ein schnelles Ende des Kchenmonsters jetzt jedenfalls nicht mehr zu denken war.
Ich seufzte ergeben und begann, dem roten Drachen ber den Kopf zu streicheln, was er mit einem glcklichen Fiepen quittierte.
Was war ich nur fr eine erbrmliche Entschuldigung fr einen Paladin geworden! Das stndige Gefeiert-werden mute mich weich gemacht haben. Kopfschttelnd kehrte ich in den Schankraum zurck, immer noch mit meinem neuen geschuppten Freund auf dem Arm.
"Darf ich ihn auch mal halten, Al? Biiitte!" Aufgeregt hpfte Zhyrinya neben mir her und lste den Blick keine Sekunde von dem kleinen Drachen, der es sich inzwischen auf meiner Schulter gemtlich gemacht hatte. Seine glatten roten Schuppen glnzten in der Sonne und er sah neugierig auf die junge Assassine herab. Zhyrinya hatte nicht wie die Wirtin und die Magd schreiend die Flucht ergriffen, als ich aus der Kche zurckgekommen war, sondern war geradezu hingerissen von dem erst wenige Stunden alten Drachen, whrend L'zeiiron so tat, als htte er nichts bemerkt. Der schlaksige Vizjerei war immer noch ein wenig bleich um die Nase, trotz zwei Bechern von Zhyrinyas Hausmittel, die ihm die Assassine aufs Zimmer gebracht hatte. Oder vielleicht gerade deshalb.
Wie auch immer, er hatte nicht widersprochen, als ich ihm erklrt hatte, da es ab heute mit den allabendlichen Gelagen vorbei war. Wie alle hatten gewut, da der Krieg mit dem Tod Baals noch lange nicht gewonnen war, denn zwei der niederen bel hatten wir bisher noch nicht erwischen knnen. Azmodan und Belial waren die wahren Herren der Hlle, seit sie Diablo und seine Brder auf die Erde verbannt hatten und sie waren nicht so dumm, freiwillig aus ihren Lchern hervorzukriechen. Dafr hatten sie ja die ganzen Dmonen.
Nein, wir muten zu ihnen kommen, und selbst wenn das bedeutete, da wir in die Hlle selbst hinabsteigen muten, wir hatten praktisch keine Wahl. Die Augen der ganzen Welt waren auf uns gerichtet - der Fluch aller Helden.
Ich hate es einfach, wenn mir mitten auf der Strae wildfremde Leute mit Freudentrnen in den Augen um den Hals fielen, in den Tavernen hoffnungslos bertriebene Geschichten von unseren Kmpfen kursierten und man uns geradezu zwang, jeden Abend an einer Feier zu unseren Ehren teilzunehmen.
Natrlich, L'zeiiron hatte nichts gegen Alkohol, Frauen und malose Heldenverehrung, aber ich war schlielich ein Paladin und hatte gewisse Pflichten. Wie die Rettung der Welt zum Beispiel.
rgerlich runzelte ich die Stirn. "Verdammt, Zhyrinya, Ihr sollt mich nicht so nennen. Mein Name ist Alaric. Sir Alaric, um genau zu sein."
"Jaja", meinte sie abwesend, whrend sie die Hand nach dem Drachen ausstreckte und vorsichtig ber seinen winzigen Kopf streichelte. "Und wie wollt Ihr ihn nennen?"
Gerade noch rechtzeitig unterdrckte ich ein Schulterzucken, das den kleinen Dmon mit Sicherheit von seinem Aussichtsplatz herunterkatapultiert htte, und betrachtete das Vieh versonnen. In der Tat, die hnlichkeit war wirklich bemerkenswert. "Was haltet Ihr von Diablo'?"
L'zeiiron kicherte und Zhyrinya starrte mich fr einen Moment sprachlos an. "Diablo? So wie der Herr des Schreckens?"
"Der ehemalige Herr des Schreckens", korrigierte L'zeiiron mit einem bsen Lcheln. "Wir mssen schlielich wissen, wie er ausgesehen hat, wir haben ihn besiegt."
Dieser einmaligen Gelegenheit, mit unseren Taten zu prahlen, konnte sich der Magier natrlich nicht entgehen lassen und ich verdrehte die Augen, whrend die der Assassine aus ihren Hhlen zu quellen schienen.
"Und Mephisto auch."
Ihre Kinnlade klappte nach unten.
"Genauso wie Andariel und Dur..."
"Ahh, Cain! Was gibt es?" Ausnahmsweise war ich einmal froh, den alten Horadrim zu sehen. Fr gewhnlich langweilte er uns stndig mit irgendwelchen uralten Geschichten, die mich schon damals in meiner Ausbildung beinah zur Verzweiflung getrieben hatten, doch manchmal hatte er auch etwas Ntzliches zu sagen. Das Problem war nur, da man nie wute, wann.
"Meine Freunde, etwas Entsetzliches ist geschehen!" Deckards graue Kutte schlackerte vor Schrecken und ich wurde pltzlich aufmerksam. "Azmodan und Belial... sie haben den Erzengel Tyrael korrumpiert! Gerade kam ein Bote aus Westmarch, der berichtete, da ein Heer von Untoten unter seiner Fhrung ins Land eingefallen sind und alles dem Erdboden gleichmachen!"
Ich schnaubte. "Verdammter Schwchling. Lt sich der einfach so von zwei Niederen beln korrumpieren." Aber was wollte ich eigentlich? Tyrael hatte es ja nicht einmal geschafft, Mephisto aufzuhalten, sondern hatte ein paar gewhnliche Sterbliche dafr gebraucht. Wenn die Erzengel auf dem ewigen Schlachtfeld auch so ineffektiv waren wie er, dann gnade uns Gott.
"Ich bin sicher, der ehrenwerte Tyrael hat bis zum Ende gekmpft", verteidigte Cain den Erzengel entschlossen. "Aber das ist noch nicht alles. berall auf Sanktuario treten wieder unzhlige Dmonen in Erscheinung, die die Menschen diesmal aber nicht einfach nur vernichten wollen, sondern sie mit Hilfe von grausamen Ritualen auf ihre Seite zwingen. Sir Alaric, Ihr mt schnell etwas untenehmen, einer der Dmonen wurde schon keine Tagesreise von hier entfernt gesichtet!"
"Sehr gut", meinte ich und rieb mir voller Vorfreude auf einen guten Kampf die Hnde. Endlich war das sinnlose Nichtstun vorbei. "Ich meine natrlich, wie schrecklich. Wir brechen sofort auf."
L'ze?ron schttelte ein wenig bedauernd den Kopf, Zhyrinya eilte mit leuchtenden Augen zu den Stallungen, um unsere Pferde zu holen, und Deckard bedachte den kleinen Drachen auf meiner Schulter mit einem zweifelnden Blick.
Zufrieden ttschelte ich Diablos schuppigen Kopf und lchelte. Es wurde verdammt noch mal sowieso Zeit, da wir endlich aus Harrogath verschwinden konnten.
Von Pitty
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Platz 5: Abenteuer eines Druiden: Firemourne
Wir befinden uns im Jahr 10, nachdem Baal und der Weltstein zerstrt wurden. Anfangs wurde der Weltenretter noch besungen, doch nach einiger Zeit legte sich eine mysterise Amnesie ber die Brger von Sanktuario, lie alle Erinnerungen an dieses groe Ereignis verblassen und verschwinden. Auch unser Held, starb kurz nach seinem Triumph an einer unheilbaren Krankheit. Nur wenige, die eigens bei dem Kampf im Berge Arreat zugegen waren, haben ihre Erinnerungen behalten und versuchten nun das Geheimnis um die Amnesie zu lften. Es waren ihrer nur zu wenige, um wirklich etwas ausrichten zu knnen und so begaben sie sich auf die Suche nach Helfern. Dafr durchbrachen sie sogar die Grenze der Dimensionen und holten sich Untersttzung aus fernen Welten und Universen. Jedoch fehlte noch ein entscheidendes Puzzlestck: Ein Held! Um diesen einen zu finden bereisten die Gefhrten des Sternenbundes, wie sie sich nannten, alle erdenklichen Orte. Dies ist ein Auszug aus der Autobiographie des "Einen"...
Ich bin eigentlich nur ein durchschnittlicher Druide, doch trotzdem habe ich eines der furiosesten, gefhrlichsten und abenteuerlichsten Abenteuer unserer Zeit miterlebt und berlebt, wie ich voller Stolz berichten kann. Nun ja, wo soll ich beginnen... ? Ich hielt mich zur Zeit, in der ich den Auftrag erhalten hatte, in der Metropole Duncraig auf, der Hauptstadt des Westlandes. Dort hatte ich mich vor einiger Zeit niedergelassen, da man den Frauen und anderen speziellen Angeboten eine besondere Qualitt nachsagte und auch weil es zu jener Zeit ein Anlaufpunkt fr allerlei Pack und Gesindel darstellte, welche jedoch bekanntermaen die besten Auftragsgeber sind, von denen ich mir ein lukratives Angebot erhoffte. Nun, das lie zwar etwas auf sich warten, doch kam es dann umso besser. Doch lasst mich erzhlen.... Ich befand mich gerade auf dem Heimweg von einer Schenke und fhlte mich ziemlich zerschlagen, weil whrend der Schau einiger sehr schnen Damen ein Barbar aus Harrogath auf die Bhne gesprungen war und eine Massenschlgerei verursachte. Da ich schon einiges getrunken hatte, konnte ich bei dem Kampf nur mit Mhe mithalten, denn meine Schlge gingen irgendwie immer daneben und zog mich dann, nach einer kurzen Ohnmacht, aus dem Kampfgeschehen zurck. Ich befand mich nun auf dem Heimweg, als pltzlich ein Fremder in einem braunen, abgenutzten Umhang vor mir stand und mich ansprach. Sein Gesicht war unter einer groen Kapuze verborgen, sodass ich auer seinem ordentlich gestutztem, grauen Bart nichts von seinen Zgen erkennen konnte. Er fragte mich mit einer seltsam nachhallenden Stimme, ob ich der berhmte Druidenheld Joler Harazun sei. Nun ich muss zugeben, das war, bin und werde ich nie sein, jedoch war mir das damals ob dem Alkohol und den bohrenden Kopfschmerzen relativ egal. So sagte ich zu diesem dubiosem Fremden: "Ja, das bin ich! Was wollt ihr von einer so oft besungenen Person wie mir, sprecht, aber fasst euch kurz, Helden haben immer zu tun...!!". "Nun mein Leidensbruder, ich mchte euch einen Auftrag anbieten. Ich muss sagen, es ist von grter Wichtigkeit, dass, wenn ihr ihn annehmt, Ihr Erfolg habt, denn sonst konnte dies den Untergang unserer Zivilisation bedeuten!", sagte er mit solch eindringlichem Ton in der Stimme, das vernnftigere Menschen als ich vielleicht vorsichtiger gewesen wren. Jedoch antwortete ich: "Nun kommt zur Sache, Taugenichts. Worum geht's denn?"
"Nun, Ihr msstet nach einem Artefakt von grter Wichtigkeit suchen: Dem Schwert Firemourne. Es besitzt mglicherweise die Macht, das wachsende bel, welches von den Splittern des Weltsteines ausgeht, zu bekmpfen oder vielleicht sogar zu vernichten. Ich wei es nicht genau, jedoch kann es nicht schaden, das Schwert als Verbndeten zu haben.", sagte der Umhangstrger. "Das hrt sich doch richtig lustig an, Junge. Jedoch versteh ich das Geschwafel von den Splittern nicht...?! Was fr'n Weltenstein? Wovon redet Ihr da eigentlich? Na ja, egal ich nehme an. Wird wirklich langsam mal wieder Zeit mein Schwert zu schrfen. So, nun zu den Details...!" Doch ehe ich noch etwas hinzufgen konnte, erstrahlte der fremde in einem seltsamen grnen Licht und erhob sich als Rabe krchzend in die Luft. Nun, dieses kleine Kunststck beherrsche ich auch, jedoch was dann geschah, bersteigt bei weitem meine Fhigkeiten: die Stimme des Fremden erklang mit einem donnergleichen Nachhall mitten in meinem Kopf: "ALLES WEITERE STEHT IN DIESEM PERGAMENT DORT...!" - und vor meinen Fen erschien auf einmal eine leuchtende Schriftrolle. Nachdem ich einen kurzen Blick darauf geworfen hatte, richtete ich meinen Blick sofort wieder in die Hhe, doch die Krhe, der Fremde, war schon verschwunden. "Toller Trick" dachte ich bei mir und hob das Pergament auf, entschied mich es lieber zuhause zu ffnen. Dort angekommen, erwartete mich schon die erste berraschung: Mein Heim war anscheinend durchsucht worden. Die strohgefllte Matratze meines Bettes hing in Fetzen, der Tisch, allerlei andere Mbel und Einrichtungsgegenstnde waren umgeschmissen oder zertrmmert worden. Leider war von den belttern nichts mehr zu sehen. Wer htte so etwas tun sollen? Nun, ich muss zugeben, dass ich mir whrend meines Aufenthaltes in Duncraig nicht unbedingt nur Freunde gemacht habe, doch muss gesagt sein, dass ich niemandem jemals so verrgert hatte, dass es dieses Verhalten rechtfertigen wrde! Da ich mich nun anscheinend in einer recht undefinierbaren Situation befand, sah ich keinen einleuchtenden Grund mehr, hier zubleiben. Auer dem hervorragenden Bier und den netten und schnen Frauen hat mir die Stadt nie sehr gut gefallen. Und so machte ich mich, mit allem, was noch unzerstrt und brauchbar war, daran aufzubrechen. Doch auf der Schwelle fiel mir ein, dass ich nicht wusste wohin und so begann ich, die Schriftrolle zu ffnen. Ich fand ein Siegel vor, auf dem stand, dass ich mit dem brechen des Siegels einen bindenden Pakt eingehen werde, den Auftrag nach bestem Gewissen zu erfllen. Ich berlegte kurz und kam zu dem Schluss, dass ich kaum etwas zu verlieren hatte und meistens springt bei solchen Weltrettungsversuchen meistens etwas fr mich mit heraus. Ich entfernte das Siegel und ffnete das Pergament und war erstaunt wie wenig es zu sehen gab: Eine grob gezeichnete Karte von Sanktuario mit einem roten Kreuz in der oberen, rechten Ecke und einige kurze Zeilen, wonach zu suchen sei und wie ich dort hingelangen sollte. Es ging um das erwhnte Schwert, und dass es im Nordosten von Sanktuario zu finden sei, in Scosglen, einem recht unangenehmen Landstrich. Dabei stand noch die beste Reiseroute, Neu - Tristram; Pass der Jgerinnen; Lut Gholein; Neu - Kurast und dann Richtung Norden. Nun, dagegen gab es wohl kaum etwas einzuwenden, aber als ich die folgenden Zeilen las, fragte ich mich allmhlich, wie ich dieses Himmelfahrtskommando blo so leichtsinnig annehmen konnte. Es war nmlich die Rede von den sagenumwobenen Nuin, die das Schwert bewachen sollten und von diesen skurrilen Zeitgenossen hatte ich bisher nicht viel Gutes gehrt. Auch war die Rede von "Den Kindern der Drei", die in diese Dimension eingekehrt sein sollen. Bei der Erwhnung dieses Ausdrucks regte sich etwas in meinem Gedchtnis, verflchtigtige sich jedoch, sobald wenn ich es zu greifen versuchte. Zwar beunruhigt, jedoch keineswegs verngstigt machte ich mich nun auf den Weg...
Die Reise verlief einigermaen ereignislos, doch konnte ich mir das Gefhl nicht verkneifen, dass ich beobachtet wurde und so konnte ich des Nachts in den Schenken und Tavernen in denen ich am Abend einkehrte, kaum ein Auge zutun. Nichtsdestotrotz erreichte ich, ohne behelligt zu werden, die Docks von Neu - Kurast.
Hier schien gerade eine Trauerzeremonie stattzufinden, denn alle Bewohner waren schwarz gekleidet und es lagen traurige Klnge und Weihrauch in der Luft. Ich fragte den nchstbesten Stadtmenschen, was hier vor sich ginge. Er antwortete, dass der oberste Zauberer, Hratli, beim Versuch, die Nordlande auszukundschaften, ums Leben gekommen war. Mein herzliches Beileid bekundend, lie ich ihn allein stehen und suchte nach jemandem, der mir nheres erzhlen konnte. Ich fand Ihn, oder eher sie, in Form einer jungen Frau, die sich als Ranhla, Natalyas Tochter vorstellte. Sie erzhlte mir, dass sie mit dem obersten Zauberer, der ihr Mentor gewesen sei, in den Bergen im Norden gewesen war, als pltzlich ein Dutzend voll gerstete Bogenschtzen sie aus dem Hinterhalt angegriffen htten. Hratli, der versuchte sie zu verteidigen, fiel nachdem er drei der Angreifer gefllt hatte, seinen Pfeilwunden zum Opfer. Sie konnte sich gerade noch mit seinem leblosen Krper durch ein Stadtportal retten, bevor die Pfeile auch sie durchlchert htten. Sie erschien mir bei diesen Worten nicht im geringsten verunsichert, eher war in ihren Augen der Funken der Rache zu erkennen und so erzhlte ich ihr von meinem Auftrag, nach Scosglen zu gehen. Ohne auch nur einen Moment zu zgern, versprach sie mir, mitzukommen. Ich sagte, dass wir gleich aufbrechen knnten und so gingen wir los. Wir verlieen Kurast in Richtung Norden und kmpften uns drei Tage lang durch dichtesten Dschungel, bis wir an die ersten Auslufer der Berge kamen. Von dort an bewegten wir uns vorsichtiger vorwrts, denn wir vermuteten, jederzeit auf die ominsen Feinde zu treffen und lange mussten wir nicht warten. Schon in der zweiten Nacht, stieen wir auf einen Auenposten. Es waren ungefhr ein Dutzend Fernkmpfer, bewaffnet mit Bogen und einer Art Schleuder und zwei Schwertkmpfer, die sehr gut gerstet und fr jeden Kampf bereit zu sein schienen. Noch im Dickicht versteckt, berieten Ranhla und ich, wie wir vorgehen wollten. Wir vereinbarten, dass sie die Fernkmpfer mit einigen Erdzaubersprchen und Wurfsterneinlagen solange in Schach halten sollte, bis ich mich der Nahkmpfer mithilfe meiner Wertiger-Verwandlung und meines beschworenen Wendigos entledigt htte und wir uns dann gemeinsam um die Schtzen kmmern knnten. Gesagt, getan! Ich strmte los, beschor meinen Wendigo, verwandelte mich und strzte mich auf die Kmpfer. Ich sprte, wie Ranhla hinter mir Magie wirkte und einem der Bogenschtzen mit einem magischen Fels den Schdel einschlug. Der Kampf dauerte nicht lange an, da wir die berraschung auf unserer Seite hatten und die Patrouille offensichtlich sehr erschpft gewesen war. Als ich dann jedoch die Kapuze eines Gefallenen zurckschlug, bermannte entsetzen mich: Das Wesen war weder menschlich noch ein Tier und auch keine Abart von beidem. Ich hatte so etwas noch nie in Sanktuario gesehen und dass, obwohl ich viel herumgekommen bin. Das Wesen hatte grne Haut, einen riesigen Unterkiefer, mindestens genauso berproportionale Hauer und war total Muskelbepackt. Ich zeigte meine Entdeckung meiner Begleiterin, doch auch sie hatte so etwas noch nie gesehen. Nun mit einem weiteren Geheimnis beladen, nahmen wir uns von den Gefallenen alles Ntige und zogen weiter. Da ich ein einigermaen guter Fhrtenleser bin, konnte ich erkennen, welchen Weg die Patrouille einige Tage zuvor genommen hatte. Dieser Richtung folgend, gelangten wir immer tiefer in das feindliche Land. Nach einem Tagesmarsch erreichten wir einen Hgel, von dem aus man die Umgebung gut im Blick hatte und von dort sahen wir im Norden ein rotes Glhen. Da wir keinen anderen Anhaltspunkt hatte, wohin wir uns wenden sollten, gingen wir in Richtung des Scheins. Nach einem weiteren Tagesmarsch mit einigen kleinen Scharmtzeln , fing ich an mich zu fragen, ob diese Kreaturen, auf die wir gestoen waren, einer Streitmacht angehrten. Doch diese Frage sollte mir schnell genug beantwortet werden, denn schon am Tag darauf erreichten wir den Ausgangsort des Glhens: Wir fanden uns am Rande einer riesigen Schlucht wieder, aus deren Tiefe die Hitze und der Schein von flssigem Magma kam. Nach einiger Zeit ratlosem Herumirrens fanden wir endlich einen schmalen Pfad, der in die Tiefe fhrte. Schwitzend und keuchend von den Ausdnstungen der Lava stapften wir nach unten, bis wir auf eine verschlossene Tr stieen. Als ich daran lauschte, waren innen Stimmen zu hren und so entschloss ich mich, einfach zu klopfen. Sofort verstummten die Gerusche und ich konnte Schritte hren. Ich und Ranhla spannten uns, bereit zum Angriff.
Die Tr ffnete sich und hinaus trat eine Gestalt, hnlich denen davor, jedoch schmchtiger und mit schwarz-blauer Haut. Als es uns sah, schrie es auf, rannte zurck und schlug Alarm. Daraufhin strmten uns Massen an Monstern entgegen und Ranhla, ich und meine tierischen Helfer strzten uns ins Getmmel. Es war ein harter Kampf und es sah so aus, als wrden wir verlieren, als ich bemerkte, dass im Hintergrund der Schlacht ein Huptling stand und seine Krieger heilte und mit einer Chaos-Aura untersttzte. Ich wollte meiner Kumpanin bescheid geben, dass sie ihn sich vornehmen solle, jedoch sah ich, als ich mich umdrehte, dass sie selber sehr in Bedrngnis gekommen war. Ich versuchte mich zu konzentrieren und eine Lsung fr dieses Problem zu finden. Da fiel mir ein, dass ich letztens einem Anfhrer der Fremdlinge einen magisch aufgeladenen Stab abgenommen hatte, der Negativmagie aussenden konnte. Ich schickte meine Helfer aus, mich kurz aus dem Kampfgeschehen fern zu halten und holte den Stab heraus. Ich zielte sorgfltig, schoss und traf den Huptling genau zwischen den Augen, wodurch etwas sehr Unangenehmes mit seinem Kopf geschah. Ohne ihren Anfhrer waren die anderen Monster kein Problem mehr und wir konnten uns ihrer schnell entledigen. Leider hatte keines der Monster etwas brauchbares bei sich und so zogen wir schnell tiefer in die Gewlbe. Es war ein Gemuer von einer Architektur, wie ich es noch nie gesehen hatte, jedoch schien es onen alt zu sein. Auf unserem Weg durch die Katakomben stieen wir immer wieder auf einzelne Trupps von Monstern und Fremdligen, die jedoch kein Problem darstellten. Meinem Gespr nach nherten wir uns immer mehr dem "Kern" der Gewlbe und ja, die Trupps wurden strker und besser. Nach einer Stunde Fumarsch erreichten wir endlich eine, wie es schien, finale Biegung und als wir um die Ecke sphten ,sahen wir ein riesiges Tor, bewacht von einer grimmig dreinblickenden Horde Monster und anderem Gesindel. Ich sah meiner Gefhrtin in die Augen und erkannte eine wilde Entschlossenheit darin. Wir sprachen uns kurz ab und beschlossen, unsere mchtigsten Fertigkeiten noch aufzusparen, da diese Masse dort augenscheinlich zur Bewachung von irgendetwas abgestellt worden war. So schlichen wir uns nher und versteckten uns hinter einer gigantischen umgestrzten Sule, wo wir unsere Krfte sammelten und uns zum Sprung bereit machten. Ich verwandelte mich wieder und beschwor diesmal einen Balrog. Mit einem lautem Aufschrei strzten wir dann los und tteten mit einem Mal gleich vier Monster. Der Kampf dauerte nicht lange, da unsere Gegner nicht richtig koordiniert zu sein schien, was wahrscheinlich an der Ausschaltung ihres Anfhrers am Hintereingang lag. Es war jedoch trotz allem sehr anstrengend. Als selbst der letzte Kehjistanskorpion, mannsgroe Viecher mit einem Fable fr Gift, erledigt war, wandten wir uns dem Tor zu. Es war riesig, mindestens 90 Fu hoch und schien sehr solide. So sahen wir uns nach einem ffnungsmechanismus um. Nach nicht allzu langer Zeit wurden wir auch fndig. In einer Art Kontrollraum befanden sich unzhlige Hebel, Kurbeln und Schalter, jedoch alle ohne Beschriftung. Nun, da uns wohl kaum etwas anderes brig blieb, bedienten wir alles, was wir fanden, solange, bis sich das Tor zu regen begann.
Ein tiefes, metallisches Knirschen und Rattern drang aus den Wnden, als sich das Tor langsam ffnete. Dahinter befand sich eine Halle unglaublichen Ausmaes: Alles was auerhalb des Lichtkegels unserer Fackeln lag, war in Schwrze getaucht. Nur in einiger Entfernung konnte man einen Licht sehen und so gingen wir leicht zgernd hin. Als wir uns nherten konnte ich einen merkwrdigen Singsang hren und dann sah ich, dass vor uns sechs Gestalten in Kutten in einem Kreis um ein Podest standen, auf dem ein Schwert lag. In einiger Entfernung zum Kreis der Magier war ein groes, schwarzes Portal zu erkennen, was sich merkwrdigerweise gegen den genauso schwarzen Hintergrund drohend abhob, als wrde man in ein schwarzes Loch blicken. Aus allem was ich bisher gehrt und gesehen hatte, konnte ich mutmaen, dass die sechs Nuinmagier waren und es sich bei dem Schwert um Firemourne handelte, dem Gegenstand, wegen dessen wir hergekommen waren. Wir gingen nun langsamer, doch anscheinend bemerkten uns die Gestalten noch immer nicht. Als ich nur noch ein paar Schritt entfernt war, spannte ich meine Beine und sprang den mir am nchsten stehenden Zauberer mit aller Kraft in den Rcken. Das erwies sich jedoch als ausgesprochen dumm, da ich, kurz bevor meine Hnde seinen Rcken erreichten, gegen eine unsichtbare Wand krachte. Wie betubt von dem Aufprall lag ich anscheinend kurze Zeit bewusstlos da, denn als ich meine Augen ffnete, schmerzte meine Wange noch von einer Ohrfeige, die mir Ranhla gegeben hatte. Grummelnd stand ich auf und untersuchte, was mich da eben zu Boden hatte gehen lassen. Es handelte sich um ein unberwindbares Kraftfeld von ungeheurer Macht. Nachdem wir jedoch diesen Schutzschirm untersucht hatten, fand Ranhla seine Schwachstelle: Der Schutz war zwar oberhalb des Bodens undurchdringlich, doch darunter gab es ihn einfach nicht. Nun, das half uns jeden aus festem Granit bestand und ich keinerlei Mittel oder Magie besa, um dieses Hindernis zu beseitigen. Anders jedoch meine Gefhrtin: Sie besa die Macht der Erdmagie. Wir einigten uns darauf, unsere mchtigsten Sprche und Fertigkeiten einzusetzen und so sollte es geschehen. Sie fing an, ihre Magie zu sammeln und ich machte mich daran, meinen strksten Helfer zu beschwren: einen kleinen, aber nichtsdestotrotz sehr starken Rotdrachen. Nachdem ich einige Fehlschlge hinnehmen musste, gelang es mir, ihn zu mir zu rufen. Auch Ranhla war fertig und so machten wir uns ans Werk. Ich war erstaunt, als sie den Boden veranlasste unter den Magiern sich ihrer Kontrolle zu ergeben und die Nuin anzugreifen. Daraufhin schwchelte der Schutzwall und verschwand dann ganz, wodurch auch ich endlich in das Geschehen eingreifen konnte. Der Kampf war hart, da selbst geschwchte Nuin noch immer sehr harte Gegner sind und so entging ich nicht selten einer Negativmagieattacke nur mit Mhe. Auch meine Kumpanin hatte ihre Probleme, doch letztendlich schafften wir es, alle sechs niederzuringen. Als alle darniederlagen lsten sich ihre Krper in Rauch auf, der der dunklen Decke entgegen schwebte und nahmen uns so jede Chance auf Beute. Nun ja, wir hatten immer noch das Schwert. Langsam ging ich zum Podest und nahm es ehrfrchtig in beide Hnde. Einige ruhige Momente passierte nichts, doch dann stieg ein unheilverkndendes Grummeln aus den tiefen des Gemuers und brachte die Wnde zum Beben. Ich htte mich verfluchen knnen, dass ich nicht auf die Idee gekommen war, dass die Nuin ein Sicherheitsmechanismus zum Schutz des Schwertes errichtet hatten. Die ersten Gesteinsbrocken fielen von der Decke und schlugen tiefe Lcher in den Boden. Ich hechtete zu Ranhla und wollte sie Zum Ausgang zerren, als ich mit schrecken sah, dass der gesamte Torbogen in sich zusammenbrach. Immer noch mit dem Schwert, dass uns in diese verzweifelte Lage gebracht hatte, in der Hand sah ich mich nach einem Ausweg um. Da fiel mir das bedrohliche Portal auf. Ich sah Ranhla an und als wsste sie was ich sagen wolle, nickte sie. Ich drehte mich um, und wir rannten durch den Spierutenlauf von fallendem Fels auf das Portal zu und strzten uns, einem ungewissen Schicksal entgegen, hindurch...
Greetz an: Creon_van_Epo, NumacK, Outrid3r, CrazyButcher3 und alle anderen die mir mal geholfen oder Items geschenkt haben!
Von NinjaPinguin
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Diablo III Storycontest 2003
Erinnert ihr euch? Mit schweiigen Hnden auf Maus und Tastatur sitzt man vor dem Monitor, klickt wie verrckt und wählt Zauberspruch nach Zauberspruch, um dann zu sehen wie der Lebensenergiebalken von Diablo auf Null rutscht. Wenn das zum ersten mal geschafft ist und kurze Zeit später auch Baals virtuelles Lebenslicht ausgelöscht ist, fragt man sich schon mal: "Na toll... wie soll das jetzt weitergehen?"
Die drei groen Übel sind vernichtet, ihre Seelensteine zerschmettert, der Weltenstein zerstört, der Held sitzt bei den Barbaren in einer gemütlichen Kneipe und sonnt sich in der Bewunderung aller, weil er die Erzbösen entgültig aus der Ebene der Menschen gefegt hat. Da fragt man sich doch: Wie um alles in der Welt wollen die Jungs von Blizzard da einen dritten Teil anschlieen?! Wir haben Wüsten, Eislandschaften, Dschungel, Ruinen, Wiesen und Wälder gesehen... Haben tausende Monster mit ebensovielen Kräften und Eigenschaften gekillt... Haben Waffen, Rüstungen, Magie, Gold und Uniques bis zum Abwinken gesammelt... Was könnten die Programmierer und Storyschreiber uns da noch im nächsten Teil bieten um das zu übertreffen?!
Solch eine knackige Fragestellung schreit ja förmlich nach einem Contest, dachten wir uns, und so haben wir uns folgendes ausgedacht:
Ihr schreibt uns eine Quest-Geschichte aus dem Leben eines Chars in Diablo III. Eine kurze Vorgeschichte, die in die Ereignisse einführt (was bisher geschah und wie der Char zu der Quest kam), dann die Quest erzählen... Das muss nicht zu Beginn des Spieles sein, sondern kann irgendwo einsteigen. Wer will kann auf diese Weise auch elegant Features beschreiben, die er sich in Diablo III vorstellt (neue Charakter-Klassen, Fähigkeiten, Monster, Items etc.) Das Ganze sollte freilich spannend erzählt sein und auch den Hintergrund des dritten Teils beleuchten. Was ist seit den Ereignissen des zweiten Teils geschehen? Was ist das Ziel des Abenteurers? All das soll während dieses "Ausschnitts" aus dem Leben des Chars beschrieben werden.
Was gibt es an Regeln zu beachten?
Der Text soll ca. 15000 Zeichen lang sein... das sind (als Richtwert) ungefähr fünf Seiten... - Das ist nicht so viel wie es klingt! So was tippt ein typischer Grundschüler locker innerhalb einer Woche mit seinem Handy .
Der Text sollte im ".txt" oder ".doc" - Format sein. Wer will kanns auch direkt in eine E-Mail schreiben. Die Geschichte geht dann per Mail an Faenwolf (Faenwolf@gmx.de) unter dem Betreff: D3StoryContest (bitte genau einhalten!).
Einsendeschluss ist Sonntag, 19. Oktober 2003 um 0 Uhr Deutscher Zeit. Ein Monat sollte genügen, schlielich wird es kein zweiter "Tolkien" sondern eine Kurzgeschichte von fünf Seiten...
Eine Handverlesene Jury-Truppe aus dem Fun- und Szene-Bereich des Staffs wird sich dann eurer Werke annehmen und diese bewerten. Wir stimmen dann intern ab und kühren die fünf Sieger. Gewertet werden unter anderem: Spannung, Kreativität, Sprache, Facettenreichtum, Witz, Ironie, roter Faden, Hintergrund der Handlung und Diablo - getreues Schreiben. Dass die Geschichten auf unserer Seite veröffentlicht werden, versteht sich von selbst...
Damit ihr nicht ganz ohne Materielle Entlohnung schreibt, gibt es für die fünf besten Geschichten auch Preise (Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen). Panini, der Herausgeber der deutschen Diablo-Reihe, hat uns zu diesem Zwecke mit druckfrischen Ausgaben des Romans: "Der Dunkle Pfad" von Mel Odom beglückt (Ein Dankeschön an dieser Stelle an Panini). Wir berichteten bereits über das Buch in einer ausführlichen Preview. Das Buch kann man brigens auch bei Amazon Online bestellen!
Bei Fragen kann man sich immer an mich wenden. Nur keine Angst... wir sind nicht sooo streng bei der Anwendung unserer Regeln... Wenn es mal nur 14892 Zeichen sind, reit euch deswegen keiner gleich den Kopf ab *muharharhar*...
Wir freuen uns auf eure Einsendungen und sind gespannt, wie kreativ unsere Community schreibt. Viel Spass und frohes tippen!
Euer Faenwolf
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